Buchhandlung für ausgesuchte Literatur Ulrich Klinger Seit über 20 Jahren Ihre Buchhandlung im Veedel
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Der LiBeraturpreis

Der LiBeraturpreis ist ein Literaturpreis, der von 1987 bis 2012 vom Verein Initiative Liberaturpreis im Ökumenischen Zentrum Christuskirche in Frankfurt am Main ausschließlich an Autorinnen aus Afrika, Asien und Lateinamerika vergeben wurde. Der Anlass, diesen Preis zu stiften, war, dass in der entwicklungspolitischen Diskussion viel von der materiellen Armut der Länder des Südens die Rede ist, jedoch zu wenig von deren kulturellem Reichtum, sowie die geringe Zahl von übersetzten Werken von Autorinnen aus diesen Ländern. Der Preis war bis 2012 mit einem Preisgeld von 500 Euro, sowie einer Einladung zur Frankfurter Buchmesse verbunden.

Seit 2013 wird der Preis von Litprom unter Regie der Frankfurter Buchmesse vergeben. Der LiBeraturpreis ist seitdem mit einem Preisgeld von 3000 Euro und einer Einladung zur Frankfurter Buchmesse verbunden. 

 

Die Chefredakteurin der Deutschen Welle, Ines Pohl, ist Schirmherrin des LiBeraturpreises.

           Die Preisträgerinnen ab 2010:

  • 2010: Claudia Piñeiro (Argentinien) für "Elena weiß Bescheid"
  • 2011: Nathalie Abi-Ezzi (Libanon) für "Rubas Geheimnis"
  • 2012: Sabina Berman (Mexiko) für "Die Frau, die ins Innerste der Welt tauchte"
  • 2013: Patrícia Melo (Brasilien) für "Leichendieb"
  • 2014: Raja Alem (Saudi-Arabien) für "Das Halsband der Tauben"
  • 2015: Madeleine Thien (Kanada, chinesisch-malaiische Wurzeln) für "Flüchtige Seelen"
  • 2016: Laksmi Pamuntjak (Indonesien) für "Alle Farben Rot"
  • 2017: Fariba Vafi (Iran) für "Tarlan"

"Tarlan"

Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2017

Vafi, Fariba

Gebunden, 229 S., € 19,80

 

Es ist das Ende der Schah-Regierung im Iran. Ihr Vater trauert der alten Ordnung hinterher, doch die junge Tarlan entflammt für Ideale wie Gerechtigkeit und engagiert sich in der Schule für linke Gruppierungen. Tarlans Wunsch ist es, Schriftstellerin zu werden. Sie vergräbt sich in Büchern. Bald wird sie jedoch in die wirtschaftliche Realität zurückgeholt, als sie merkt, dass sich ihre beruflichen Vorstellungen in der Krise der jungen Islamischen Republik nicht verwirklichen lassen. Nach zahlreichen aussichtslosen und halbherzigen Bewerbungen für die verschiedensten Berufe, entscheidet sich Tarlan für eine Ausbildung als Polizistin. Doch der Alltag ist nicht so, wie sie ihn sich vorgestellt hat. Das Schreiben ist ihr einziger Ausweg.

In "Tarlan" bietet sich ein ungewöhnlicher Einblick in die islamische Republik.

Das Hauptaugenmerk der Erzählung liegt jedoch auf den Erfahrungen der Hauptfigur Tarlan und ihrer Freundin Rana während ihrer Zeit in der Polizeiakademie, sowie ihre Flucht in die Literatur und das Schreiben.

Faribā Vafī ist 1962 in Tabriz, der Hauptstadt der Provinz Ost-Azerbaidjan im Nordwestiran geboren. Sie lebt derzeit in Teheran und zählt zu den beliebtesten zeitgenössischen Autorinnen Irans. Iranische Kritiker verorten sie unter den Top 10 der modernen Schriftsteller des Landes. Sie wurde mit dem renommierten Huschang-Golschiri-Preis sowie dem Yalda-Preis ausgezeichnet, außerdem erhielt sie 2017 den LiBeraturpreis für ihr Werk „Tarlan”.

"Alle Farben Rot"

Roman. Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2016

Pamuntjak, Laksmi

Kartoniert, 672 S., € 12,00

 

Eine Frau auf der Suche nach dem Mann, den sie einst geliebt und dann verloren hat. Ein Mann, der sich zwischen einer großen Liebe und einer großen Aufgabe entscheiden muss. Und ein Land, dessen Wunden aus der Zeit blutiger Konflikte noch immer nicht verheilt sind.
Entlang der Linien des indonesischen Nationalepos Mahabharata, jener zeitlosen Erzählung von Liebe und Krieg, entfaltet Laksmi
Pamuntjak das Panorama einer jungen Nation und ihres bewegten      20. Jahrhunderts zwischen Kolonialzeit und Unabhängigkeit, Diktatur und Demokratie.
»Mythologie und Geschichte werden kunstvoll verbunden.« Frankfurter Rundschau

© Hans Scherhaufer

 

Laksmi Pamuntjak ist eine renommierte indonesische Essayistin, Lyrikerin und Journalistin. Sie lebt mit ihrer Familie in Jakarta.

 

"Flüchtige Seelen"

Roman.Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2015

Thien, Madeleine

Kartoniert, 256 S., 1 SW-Abb., € 10,00

 

Die Neurologin Janie kam als Mädchen von Kambodscha nach Kanada und hat sich in Montreal ein neues Leben aufgebaut. Als ihr Kollege und Mentor Hiroji plötzlich spurlos verschwindet, bricht diese Welt für sie zusammen, und sie muss sich der eigenen Vergangenheit stellen. Die preisgekrönte Schriftstellerin Madeleine Thien folgt den Erinnerungen, Verletzungen und Träumen ihrer Figuren aus dem Kanada der Gegenwart in den tropischen Dschungel Kambodschas in den siebziger Jahren, als dort die Roten Khmer mit brutalem Terror und der Ermordung von Millionen von Menschen eine neue Gesellschaftsordnung errichten wollten. Mit klarer, sanfter Sprache erzählt sie vom Verlust und von der Wiedergewinnung der Menschlichkeit.

© Luchterhand Literaturverlag

 

Madeleine Thien wurde 1974 in Vancouver, British Columbia, geboren. Ihre Eltern stammen aus Malaysia und China und emigrierten in den 1960ern nach Kanada. Sie hat mehrere Romane und Erzählungen veröffentlicht, ihr Werk ist in 25 Sprachen übersetzt. Für ihren Roman »Flüchtige Seelen« wurde Thien 2015 mit dem LiBeraturpreis von Litprom ausgezeichnet. Ihr neuer Roman kam 2016 auf die Shortlist des Man Booker Prize und wurde ausgezeichnet mit dem Governor General's Literary Award und dem Scotiabank Giller Prize, den höchsten Literaturpreisen Kanadas. Madeleine Thien lebt in Montreal.

"Das Halsband der Tauben"

Prize for Arabic Fiction (Arab Booker) 2011 und LiBeraturpreis 2014

Alem, Raja

Kartoniert, 588 S., € 14,95

 

In einer Gasse in Mekkas Altstadt wird eine unbekannte Tote gefunden, nackt, mit entstelltem Gesicht. Die Bewohner sind in Aufruhr, und allmählich kommen verborgene Geheimnisse an den Tag: verbotene Liebesbeziehungen, Familientragödien, aber auch zwielichtige Geschäfte inmitten dieser aufgewühlten Stadt, in der religiöse Tradition und brutale Spekulation aufeinanderprallen. Inspektor Nasser wird mit der Untersuchung beauftragt. Er taucht ein in die Lebensgeschichten von zwei vermissten Frauen, die an den Hindernissen ihrer Umgebung zerbrochen sind. Bald stößt er auf bedrohliche Mächte: Korruption und Immobilienprojekte bedrohen die alte, ehrwürdige, heilige Stadt Mekka. Raja Alems Mekka ist ein Ort der Gegensätze: aufrichtig und bestechlich, reich und arm, sündig und rein. Geschichte, Gegenwart und Fantasie vereinigen sich zum Lebensbild einer Stadt, die so in der Literatur noch nie beschrieben wurde.

Raja Alem, geboren 1970 in Mekka, studierte Englische Literatur in Dschidda, Saudi-Arabien, und hat Romane, Theaterstücke sowie Kurzgeschichten publiziert. Sie hat für ihr Werk zahlreiche Preise erhalten, darunter den renommierten International Prize for Arabic Fiction (Arabic Booker) für den Roman Das Halsband der Tauben. 2014 wurde sie mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet. Raja Alem lebt in Dschidda und Paris.

"Leichendieb"

Thriller. Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2013 und dem Deutschen Krimi-Preis; International 2014 (1. Platz)

Melo,Patricia

Gebunden, 203 S., € 19,00

 

 

Ein Päckchen Kokain liegt neben der Leiche eines jungen Mannes. Der Finder beschließt, es zu verkaufen, und verstrickt sich damit in eine Welt aus Betrug und Erpressung. Um zu überleben, muss er bald schon eine Menge Geld auftreiben. Mit einem perfiden Plan macht er sich an die schwerreichen Eltern der Leiche heran.Patricia Melos "Leichendieb" ist ein spannender Thriller, der den Leser die moralischen Bedenken eines Mannes nachempfinden lässt, dessen kriminelle Handlungen sich wie eine Lawine steigern. Patrícia Melo bietet nicht nur ein bestechend genaues Porträt der Rauschgift-Mafia in Lateinamerika, sondern auch den Beweis, dass es manchmal nur eines winzigen Auslösers bedarf, um das Leben eines Menschen aus der Bahn zu werfen: In jedem steckt der Keim für das Böse.
Platz 1 Deutscher Krimi Preis 2014

Patrícia Melo wurde 1962 in São Paulo geboren. Die Autorin und Dramaturgin schreibt Romane, Hörspiele und Drehbücher. Die »Times« kürte Patrícia Melo zur »führenden Schriftstellerin des Millenniums« in Lateinamerika. Zweimal erhielt sie den Deutschen Krimi Preis, außerdem 2012 den LiBeraturpreis und den Prix Deux Océans. Patrícia Melo lebt in der Schweiz.

Die Frau, die ins Innerste der Welt tauchte

Roman. Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2012

Berman, Sabina

Gebunden, 302 S., € 19,95

 

Eine der erfolgreichsten literarischen Stimmen Mexikos zeigt uns die Welt noch einmal neu."Ich weiß, dass mein Geist langsam ist, zumindest verglichen mit dem der Standardmenschen." Dies sagt Karen, eine junge Mexikanerin. Zu Beginn des Romans ein verwahrlostes autistisches Mädchen, lernt sie in der Obhut ihrer Tante, "ich" zu sagen und "ich" zu werden. Das Meer und die großväterliche Thunfischfabrik werden ihre liebsten Orte, Wesen mit Kiemen sind ihr näher als "Standardmenschen". Dabei hat sie letzteren viel zu geben, Ideen, Engagement, sogar Profit. Aber eines Tages steht alles auf dem Spiel, und auch die letzte Verbindung scheint gekappt wie ein Sauerstoffschlauch.

Sabina Berman ist ein umwerfender, überraschender, wilder Roman gelungen. Mit Karen gehen wir auf Tauchgang und stellen fest: Der Mensch ist es nicht, der die Welt im Innersten zusammenhält.

Sabina Berman Goldberg kam 1956 in Mexiko-Stadt zur Welt; sie ist die Tochter jüdischer Emigranten aus Osteuropa. Schon während ihres Studiums der Psychologie begann sie für das Theater zu schreiben. Seither hat sie zahlreiche Auszeichnungen für ihre Theaterstücke, Fernsehspiele, Gedichte und Prosatexte bekommen, unter anderem viermal den mexikanischen Nationalpreis für Theater. Die Frau, die ins Innere der Welt tauchte ist ihr zweiter Roman.

"Rubas Geheimnis"

Roman. Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2011

Übersetzung: Meyer-Prien, Annette

Abi-Ezzi, Nathalie

Kartoniert, 288 S., € 8,99

z. Zt. leider nicht lieferbar

 

Libanon, 1980er Jahre: Die achtjährige Ruba ist sicher: Die alte Frau, die im Dorf als Hexe verschrien ist, hat ihren Vater mit einem Fluch belegt. Warum sonst sitzt er seit vielen Wochen in seinem Sessel und starrt vor sich hin? Sie beschließt, mit der Hexe zu sprechen, um ihren Vater zu retten und damit es in der Familie wieder so lustig und lebendig zugeht wie früher. Aber es ist Krieg, und schwere Schicksalsschläge warten auf die Familie...
Ein berührender Roman über die Kraft der Träume - und über die Grausamkeit des Krieges.

Nathalie Abi-Ezzi, 1972 im Libanon geboren, lebt seit 1983 in Großbritannien. Sie hat bereits Kurzgeschichten veröffentlicht; «Rubas Geheimnis», ihr erster Roman, fand ein großes Presseecho und wurde für den Author’s Club Best First Novel Award nominiert.

"Elena weiss Bescheid"

Roman. Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2010

Piñeiro, Claudia

Kartoniert, 192 S., € 8,90

 

Jede glaubt, sie habe sich für die andere geopfert. Nun kommt die Stunde der Wahrheit. Die Tochter wird tot aufgefunden, erhängt im Glockenturm der Kirche. Doch Elena, die Mutter, kann oder will nicht glauben, dass Rita sich das Leben genommen hat.

Für die alte Dame gibt es nur eine Möglichkeit, hinter das Geheimnis um Ritas Tod zu kommen: Sie muss mit einer Frau sprechen, der sie und ihre Tochter vor zwanzig Jahren geholfen haben. Dafür muss Elena ins Stadtzentrum fahren – ein schwieriges und riskantes Unterfangen für jemanden, der an Parkinson in fortgeschrittenem Stadium leidet. Wenn die Wirkung ihres Medikaments endet, wird sie wieder in bewegungsloser Starre versinken. Am Ende muss Elena eine Wahrheit erfahren, mit der sie nicht gerechnet hat.

Claudia Piñeiro, geboren 1960 in Buenos Aires, ist der Shootingstar der argentinischen Literatur. Nach dem Wirtschaftsstudium wandte sie sich dem Schreiben zu, arbeitete als Journalistin, schrieb Theaterstücke, Kinder- und Jugendbücher und führte Regie fürs Fernsehen. Ihre Romane sind auf den Bestsellerlisten zu finden und werden in mehrere Sprachen übersetzt und verfilmt. Für Die Donnerstagswitwen erhielt sie 2005 den Premio Clarín; 2010 wurde sie mit dem LiBeraturpreis ausgezeichnet.

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