Buchhandlung für ausgesuchte Literatur Ulrich Klinger Seit über 20 Jahren Ihre Buchhandlung im Veedel
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"Pssst!"

Annette Herzog / Katrine Clante

Peter Hammer Verlag   14,-€

 

 

 

Viola - nicht mehr Kind und doch noch nicht erwachsen - stellt sich all die großen und kleinen Fragen des Lebens. In ihren Gedanken und Gefühlen geht es um Freundschaft und die Angst, ausgeschlossen zu sein. Um den Ärger mit der Familie und die Liebe und den Rückhalt, den sie gibt. Um Jungs, Aussehen und Anerkennung, um Erfolge und Rückschläge. Um das Woher und das Wohin, um Leben und Tod. Und immer wieder um die Frage: Wer bin ich eigentlich? In 12 Episoden und einem einzigartigen Zusammenspiel von Texten und Bildern gelingt es Autorin und Illustratorin, den ganzen Kosmos des jungen Mädchens zu entfalten. Das geschieht mit großer stilistischer und gestalterischer Vielfalt. Seiten wie eine Pinnwand mit alten Fotos und abgeschnittener Haarlocke, mit gekritzelten Notizen und romantischen Glanzbildern machen Violas Mädchenwelt greifbar. Comic-Panels beobachten sie in ihrem Alltag, ein Schulaufsatz und Tagebucheinträge lassen ihre Gedanken lesen. Ob kindlich naiv oder philosophisch klug - Violas Gedanken und Gefühle sind so tief empfunden und aufwühlend wie diese Zeit des Coming-of-Age. Ein beglückendes Buch!
Wer bin ich eigentlich? Ein hinreißend poetisches Tagebuch im Comicstil.

 

 

Und auch dieser großartige Titel aus unserem langjährigen Lieblingsverlag ist nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis. Wohlverdient!

Unwiderstehlich: Die Seiten 24 und 25! Einfach mal reinblättern...

 

 

Hochaktuell - Soeben erschienen!

 

"Schwarzbuch AfD"

 

Wir erklären in unserem "Schwarzbuch AfD" die Geschichte der rechten Populisten, erläutern ihre soziale Basis, zeigen ihre Köpfe, und was sie sagen, klären über die Finanziers der Populisten, ihre völkische Ideologie, ihre Unterstützer und die Medien der Neuen Rechten auf. Als Bonus machen wir einen Faktencheck der Themen der AfD.

 

Wir, das heißt hier "CORRECTIV".

Um Missstände aufzudecken und unsere Demokratie nachhaltig zu schützen, braucht es investigative Journalisten, die gründlich nachhaken, oft jahrelang an einem Thema arbeiten und regelmäßig dazu publizieren. Dazu braucht es aber auch interessierte sowie informierte Bürgerinnen und Bürger, die Aufklärung einfordern.

Das Kapitel 10 - "Faktencheck" - ist eine Koperation von CORRECTIV mit dem Institut für Jounalistik der TU Dortmund.

Weitere Infos: www.correctiv.org

"Vor ihren Augen sahen sie Gott"

Zora Neale Hurston

editionfünf   € 19,90

 

 

Ein neu übersetzter Klassiker, den die Autorin in einem siebenwöchigen Schaffensrausch während eines Haiti-Aufenthaltes schrieb...

 

Janie wird von ihrer Großmutter aufgezogen, die sich für ihre Enkelin nichts sehnlicher wünscht als ein komfortables Leben "wie eine Weiße". Verständlich, ist sie selber doch noch in der Sklaverei aufgewachsen und jetzt zu alt, um die Freiheit wirklich auskosten zu können. So wird Janie zügig mit einem älteren Mann verheiratet, läuft diesem mit dem tatendurstigen Joe Starks davon, an dessen Seite sie das kleine Farbigenstädtchen Eatonville auf den Weg zu einer wohlhabenden Gemeinde führt. Nach Starks Tod verliebt sie sich- das erste Mal im Leben- in den 20 Jahre jüngeren Tea Cake, der als Wanderarbeiter und Glücksspieler durchs Land zieht. Mit ihm geht Janie auf Wanderschaft und verlebt glückliche Jahre auf Plantagen in Gesellschaft der Wanderarbeiter und ihrer Familien. Nach einem Hurrikan endet die glückliche Zeit und Janie kehrt zurück nach Eatonville, wo sie ihrer Freundin Pheoby die Geschichte ihres Lebens und ihrer großen Liebe erzählt.

 

Diese Geschichte nimmt einen mit und lässt nicht mehr los, man ist ganz tief drin in dem Leben der Farbigen kurz nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, man hört das Singen, genießt die fabelhafte Übersetzung des Slangs, den sie sprechen, sieht es immer wieder vor sich, dieses harte und schwierige Leben. Zum abtauchen und schwelgen!

 

 

Der Block

Jerome Leroy

Nautilus-Verlag 19,90€

 

 

 "Der Block" beschreibt ein erschreckendes Szenario, das immer wahrscheinlicher wird - und wie es dazu kommen konnte.Blutige Aufstände in den französischen Vorstädten, die Zahl der Toten steigt unaufhörlich. Die Partei der äußersten Rechten - der Patriotische Block - steht kurz vor dem Einzug in die Regierung. In dieser Nacht kann das Schicksal Frankreichs kippen, und sie ist für drei Menschen der Höhepunkt einer 25-jährigen Geschichte aus Gewalt, Geheimnissen und Manipulation.Agnès führt als Parteivorsitzende die Verhandlungen. Ihr Ehemann Antoine wartet in seiner luxuriösen Pariser Wohnung auf das Ergebnis, Stanko, der Chef des paramilitärischen Ordnerdienstes der Partei, versteckt sich in einem schäbigen Hotelzimmer. Antoine ist morgen vielleicht Staatssekretär - Stanko jedenfalls soll morgen tot sein.Ein Vierteljahrhundert lang waren die beiden wie Brüder. Ein Vierteljahrhundert lang waren sie bei allen Aktionen dabei, die den Patriotischen Block an die Macht gebracht haben. Ein Vierteljahrhundert lang sind sie vor nichts zurückgeschreckt. Sie haben dieses Leben geliebt, und sie bereuen nichts.Jérôme Leroy legt mit "Der Block" eine atemberaubende Milieustudie vor; eine Innenansicht der Strömungen, die sich in der extremen Rechten verbünden. Ein hochaktueller und literarischer Thriller aus einem Milieu, das unter Hochdruck steht - nicht nur in Frankreich.

 

 

Ich bin nun wirklich kein politischer Mensch- aber diese Geschichte, in der "einfach" zwei Männer ihr Leben erzählen, abwechselnd, stückchenweise, immer wieder ineinandergreifend, die Politik einfach als begleitender Aspekt dabei- das packt und man liest einfach immer weiter! Bis man merkt, wie dicht diese Erzählungen an unserer Realität sind- und man sich erschreckt...

Ein Roman über die Macht und den Nachhall einer rauschhaften Begegnung.

Ein packender Rundumblick auf die 68er und ihre Kinder – und die Liebenswürdigkeit der Gestrauchelten.

Am Anfang steht der dunkle, ganz rätselhafte Suizid des renommierten Psychiaters Klaus Maiwald. Der Jugendfreund seiner Tochter, András, ein Journalist, spürt den Hintergründen nach und stößt dabei auf eine Reihe enttäuschter Frauen. Insgeheim hofft er endlich auch zu erfahren, weshalb ihn seine Freundin vor sechzehn Jahren verlassen hat. Vor ihrem Verschwinden. Die Recherchen werden zur Reise in die Vergangenheit, bei der urplötzlich auch seine eigene Lebensgeschichte ins Wanken gerät.

»Maiwald« spielt im Medienmilieu nach der Jahrtausendwende, mit Rückblenden in die Protest- und Besetzerjahre der späten Sechziger und Achtziger.

Ein ganz wunderbarer Roman. Manfred Zach (Autor des Politromans "Monrepos oder Die Kälte der Macht) hat recht mit seiner Einschätzung: "Ein Buch, das unter die Haut geht. Spannend wie ein Krimi und messerscharf in der Analyse menschlicher Abgründe."

U.K. 30.03.2017

Sie müsssen den Helden nicht mögen - aber Sie sollten diesen Krimi lesen:

"Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mir am Arsch vorbei. Ich komme zurecht. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil es bei mir für mehr nicht reicht, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab's einfach gerne nah zur Arbeit."

 

Gregor Weber legt hier einen Krimi vor, der alles hat, was man erwartet. Spannende Handlung, tolle Charaktäre und einen richtig guten Plot.

U.K.

Der Club

Takis Würger

Kein&Aber-Verlag   22,-€

 

 

 

Hans Stichler stammt aus einfachen Verhältnissen. Als ihm seine einzige Verwandte ein Stipendium für die Universität in Cambridge vermittelt und er als Gegenleistung dort ein Verbrechen aufklären soll, weiß er noch nicht, worauf er sich einlässt. Er schafft es, Mitglied im elitären Pitt Club zu werden, und verliebt sich in Charlotte, die ihn in die Bräuche der Snobs einweiht. Schon bald muss er feststellen: Vor der Kulisse alter Chesterfield-Sessel, kristallener Kronleuchter, Intarsienmöbel und Tiertrophäen ereignen sich Dinge, über die keiner spricht. Und auch Charlotte scheint etwas zu verbergen. Hinter den schweren Türen des legendären Pitt Clubs wird Hans vor die Wahl gestellt, ob er das Falsche tun soll, um das Richtige zu erreichen.Eine raffinierte Kombination aus berührender Liebesgeschichte, Entwicklungsroman und spannungsreicher Ermittlung eines Verbrechens in einem hermetisch geschlossenen Kreis.

 

Grandios und aus verschiedenen Perspektiven erzählt ist dieses kleine Schmuckstück ein Genuss in jeder Hinsicht: handlich, wunderschön gemacht, tolle Geschichte... LOHNT SICH!

Alles bleibt in der Familie

Roman  24,-€

Schwartz, Lynne Sharon

 

 

 

Eine Großfamilie in der New Yorker Upper West Side. Roy, ein Psychotherapeut, und seine erste Frau, Bea, eine Gastronomin, leben zusammen mit ihren vier Kindern und deren Partnern und Geliebten, Roys weiteren zwei Ehefrauen, Beas Liebhaber, ihrer lesbischen Künstlerinnenschwester sowie ihrer nervtötenden Mutter in einem einzige Mehrfamilienhaus. Da ist wenig Platz für alle - und doch genug Raum für Missverständnisse, schlechte Gefühle, aber auch unerwartete Freude. Ein scharfsinniges Buch über eine moderne Familie und der lustigste Roman dieser großen Autorin.Ein umwerfender Roman, der aufzeigt, dass Familie ein weitverzweigtes, kunterbuntes Geflecht sein kann. Lynne Sharon Schwartz ist eine Meisterin der genauen Beobachtung mit einem unnachahmlichen Talent für die liebenswerte Figuren

 

Ein Schmöker, eine Familiengeschichte, ein Lebensentwurf- Spass, Charme, schräge Ideen und eine Liebeserklärung an die Offenheit, alles in einem Buch, das für meinen Geschmack auch noch mal weitere 400 Seiten hätte haben dürfen...

Katakomben der Seele

Eine Reportage über Westdeutschlands Vertriebenen- und Flüchtlingsproblem 1950

Erstpublikation aus dem Nachlass
64 Seiten, gebunden
17,80 EUR

 

Ré Soupault verfasste 1950 ihre letzte Fotoreportage - in den 1930er/40er Jahren hatte sie für französische Zeitungen Bildreportagen gemacht - unter dem Titel “Westdeutschlands Vertriebenen- und Flüchtlingsproblem”.

Seit 1928 in Frankreich lebend, war sie 1938 mit ihrem Mann Philippe Soupault nach Tunis gekommen. Von dort konnten beide im November 1942 vor General Rommels Nazitruppen, die schon den Flugplatz von Tunis bombardierten, in letzter Sekunde mit dem letzten Autobus, der Tunis verließ, fliehen. Ré und Philippe erreichten Algerien, von dort gelangten sie später über Marokko in die USA. Nach Kriegsende lebte Ré Soupault in New York und verdiente ihr Leben mit Zeichnungen und Reiseberichten. Nach ihrer Rückkehr aus New York lebte sie ab 1948 in der Schweiz und arbeitete als Übersetzerin und Journalistin. Unter großen Schwierigkeiten erstand sie Ende der 1940er Jahre auf dem Schwarzmarkt in Berlin für 25 Stangen amerikanischer Zigaretten eine Rolleiflex-Kamera 6x6, da sie bei ihrer Flucht aus Tunis ihre gesamte Fotoausrüstung zurücklassen musste. Im September 1950 reiste sie nach Schleswig-Holstein, Niedersachsen und nach Bayern, um sich einen Überblick über die Situation von Flüchtlingen und Vertriebenen zu verschaffen. Sie besuchte u.a. die Flüchtlingslager Friedland, Dachau und Geretsried und führte Gespräche mit den Verantwortlichen der Lager, mit Politikern und mit vielen Flüchtlingen und Vertriebenen. Sie beschreibt die erschütternden Zustände in Massenunterkünften, berichtet über neue Flüchtlingssiedlungen, schreibt über Verlust der Heimat und die Hoffnungen für einen Neuanfang. Berichtet über die am Tag der Heimat 1950 verkündete “Charta der deutschen Heimatvertrieben” und über die Wahlerfolge der Partei BHE (Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten). Wer heute diese Reportage liest, kann dieses Urteil nur teilen. Ré Soupaults Text ist von besonderer Klarheit, an Fakten orientiert und gleichzeitig ein bewegendes Zeit-Zeugnis einer Frau, die 1928 Deutschland verlassen hatte und danach nur noch für kurze Besuche dorthin zurückkehren wird. Ihre Fotografien schließen an ihr großes fotografische Werk aus den 1930/40 Jahren an. Und ihr Text ist erschreckend aktuell im Vergleich zu den heutigen Reportagen über das Schicksal der Flüchtlinge aus Afrika und Syrien.

"Das Recht des Geldes"

Dahlmann, Olaf R.

Tb., 384 S., € 12,00

 

"Wirtschaftskrimi" - Das klingt auf den ersten Blick nach trockener Lektüre. Wie es anders geht, zeigt uns Olaf R. Dahlmann in seinem ersten Krimi.

 

 

Sie will nur ihren Job machen.
Doch sie soll eine Marionette sein.
Also beginnt sie ihr eigenes Spiel …

 

Ein ermordeter Anwalt in Liechtenstein, verschwundene Steuerdaten und ein handlungsunfähiger Chef: Katharina Tenzer absolviert ihr Referendariat in der angesehenen Hamburger Kanzlei Friedemann Hausner und soll unverhofft die Unternehmerfamilie Koppersberg gegenüber der Steuerfahndung vertreten. Doch Hausner sagt seiner jungen Mitarbeiterin nicht alles.
Als Katharina begreift, worum es wirklich geht, ist es schon zu spät. Längst verfügt sie über Wissen, das sie eigentlich nicht verheimlichen darf. Und das sie zum nächsten Ziel des Mörders macht …

Der Handel mit Steuerdaten, riskante Selbstanzeigen und die Folgen:
hochspannend, topaktuell, von einem Insider geschrieben

Olaf R. Dahlmann

lebt in Großhansdorf, ist seit über fünfundzwanzig Jahren als freiberuflicher Rechtsanwalt tätig und Seniorpartner einer Rechtsanwalts- und Steuerberatungsgesellschaft. Aufgrund seiner frühzeitigen Spezialisierung auf das Steuerstrafrecht ist er mittlerweile einer der erfahrensten Hamburger Anwälte auf diesem Gebiet. In seinen Debütroman "Das Recht des Geldes" sind Geschehnisse aus wahren Fällen eingeflossen.

 

Die wundersamen Koffer des Monsieur Perle

Fombelle, Timothée de
2017 - Gerstenberg Verlag   € 18,95

 

Erinnert ihr euch noch an unseren Liebling "Tobie Lolness"? Jetzt hat sein Autor eine neue Geschichte

ersonnen: ein bisschen Peter Pan, ein bisschen Michael Morpurgo und vielviel Phnatasie:

 

Eine Liebe, größer als ein Menschenleben - die Liebe zu einer Fee. Doch Iliân, Prinz in einem der unzähligen Feenreiche, weiß nicht, dass auch sein Bruder unsterblich in Oliâ verliebt ist. Das wird ihm zum Verhängnis: Iliân wird verbannt in eine andere Welt, die unsrige. Oliâ kann ihm nachfolgen, darf sich ihm aber nicht zu erkennen geben. Sonst würden sie für immer voneinander getrennt. Verzweifelt sucht Iliân einen Weg zurück in sein Reich, einen Weg zurück zu Oliâ. Er weiß, er braucht Beweise - für die Existenz seiner Welt, seiner Liebe. Die Suche nach Beweisen führt Iliân vom Paris der späten 30er-Jahre, wo er den Namen Joshua Perle annimmt, bis in unsere Gegenwart. Aber wird die Zeit eines Lebens reichen, um den Weg zurück zu finden?Eine Geschichte über die Macht der Liebe und des Geschichtenerzählens. Ein Meisterwerk des französischen Bestsellerautors: spannend wie ein Krimi, poetisch, ergreifend!

 

Ein völlig aus der Zeit gefallener Text, schlicht,  melodisch, mitreißend

 

Timothée de Fombelle,

geb. 1973, lebt mit seiner Familie in Paris. Seine ersten Schreibversuche machte er schon als Kind. Nach einem Literaturstudium unterrichtete er zunächst als Lehrer in Paris und Hanoi, bevor er begann, für das Theater zu schreiben und zu inszenieren. Sein Erfolgsroman Tobie Lolness wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in 26 Sprachen übersetzt.

Tolle Nachbarn

Lasserre, Hélène , Bonotaux, Gilles

Originaltitel: Merveilleux Voisins

Verlag: Jacoby & Stuart (2016)

€ 14,95

 

Ein ehrenwertes Haus in einem gepflegten Viertel- alle Nachbarn sind zufrieden. Bis auf einen, den jungen Mann aus der mittleren Etage. Doch zu seinem großen Entzücken verändert sich die Nachbarschaft nach und nach- und ebenso das Haus, der Hof und die Straße- und nach einem Jahr ist (fast) nichts mehr so, wie es einmal war...

Ein Buch für "alle": ein wunderbar humorvolles Wimmelbuch für Kinder mit dem "Spaß-am-Entdecken"-Faktor auf jeder Doppelseite und noch dazu neugierigmachenden Texten, eine Lektion in Offenheit für Jung und Alt, ein Geschenk für die eigenen "tollen Nachbarn"... ein "MUST-HAVE" in jedem Bücherschrank!

 

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"Brandspuren"

Malou Berlin

Taschenbuch, € 14,90

 

Der kleine (aber feine) Berliner Querverlag verschafft uns mal wieder einen besonderen Lesegenuss:

In einer brandenburgischen Kleinstadt wird Mitte der neunziger Jahre ein Brandanschlag auf das Haus einer türkischen Familie verübt, die schwerverletzt überlebt.

Zwanzig Jahre später beginnt der Roman mit der Nachbarin Wilma, 76 Jahre alt, androgyn, kauzig und exzentrisch. Zu ihrer Tochter Petra hat sie keinen Kontakt mehr, dafür ist die Beziehung zu ihrer Enkelin Anna umso liebevoller. Diese lebt mitten in Kreuzberg und will sich mit ihrer deutsch-türkischen Freundin Jale mit einem Modelabel selbstständig machen. Die beiden Frauen überlegen, mit der Schneiderwerkstatt in das Haus der Großmutter zu ziehen. Doch die Ereignisse zwanzig Jahre zuvor holen Wilma und Anna, die damals fünf Jahre alt war, ein. Und nicht zuletzt durch den Zuzug Hunderter geflüchteter Menschen verändert sich die Situation im Ort und zwischen den Frauen.

Eine Geschichte, die aktueller nicht sein könnte und die differenziert und berührend zeigt, dass niemand sich aus der Verantwortung stehlen kann.

Eine gut erzählte Geschichte, man / frau ist sofort drin, überzeugend geschilderte Charaktere. Ich habe dieses Buch in einem Rutsch weggelesen!

Uli Klinger 30.01.2017

Die Autorin:

Malou Berlin veröffentlichte in den neunziger Jahren Erzählungen in Anthologien und Zeitungen. Ihr Roman Zeit bis Mitternacht erschien 2006 beim Querverlag. Von 2006-2009 studierte sie Filmdramaturgie/Drehbuch an der Filmarche Berlin. Ihr Dokumentarfilm Nach dem Brand erhielt mehrere Auszeichnungen, u.a. den Vielfaltspreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern, und Nominierungen für den Grimme-Preis und den Prix Europa. Ihr zweiter Roman Brandspuren erschien 2016, ebenfalls im Querverlag.
Foto: © Kersten Berlin

 

Gebunden, EUR 26,00

Erscheinungsjahr: 2017 - Hanser

4 Frauen, 4 Männer, 2 Jahre in einem riesigen Terrarium. Bestsellerautor T.C. Boyle erzählt vom halsbrecherischen Versuch, eine neue Welt zu erschaffen.

 

 

In seinem neuen Roman geht es um die Frage, wie die Menschheit einer immer weiter gefährdeten Erde ihre Existenz sichern kann.
Die Antwort: eine Welt unter einer schützenden Glaskuppel, mitten in der brennenden Hitze Nevadas, und ein Team von acht Wissenschaftlern, die in dieser schützenden Sphäre zwei Jahre unabhängig von der Aussenwelt überleben soll. Und während sich in der Kuppel die Dinge naturgemäß verkomplizieren (schließlich hat man bei der Vergabe der Plätze mit Bedacht 4 Männer und 4 Frauen gewählt) , bleiben sie auch in der Außenwelt nicht einfach- schliesslich gibt es da auch die erfolglosen Kandidaten, die nur auf einen Fehler der “Insassen” warten,
um selber einen der heiß umkämpften Plätze in diesem Projekt von historischer Bedeutung zu ergattern...
 
Das liest sich spannend, vielschichtig, mit viel menschlicher Nähe, sind doch die Wünsche, Ideen und Wandlungen der Personen, die abwechselnd erzählen,
so zutiefst nachvollziehbar... ich bin begeistert und empfehle jedem mit Spass an Spannung und farbenfroher Erzählung die Lektüre!

 

Wie man im Leben verliert und was man dabei gewinnt

Es war um 1870, als Will Andrews der Aussicht auf eine glänzende Karriere und Harvard den Rücken kehrt. Beflügelt von der Naturauffassung Ralph W. Emersons, sucht er im Westen nach einer »ursprünglichen Beziehung zur Natur«.

In Butcher's Crossing, einem kleinen Städtchen in Kansas, am Rande von Nirgendwo, wimmelt es von rastlosen Männern, die das Abenteuer suchen und schnell verdientes Geld ebenso schnell wieder vergeuden. Einer von ihnen lockt Andrews mit Geschichten von riesigen Büffelherden, die, versteckt in einem entlegenen Tal tief in den Colorado Rockies, nur eingefangen werden müssten.

Andrews schließt sich einer Expedition an, mit dem Ziel, die Tiere aufzuspüren. Die Reise ist aufreibend und strapaziös, aber am Ende erreichen die Männer einen Ort von paradiesischer Schönheit. Doch statt von Ehrfurcht werden sie von Gier ergriffen - und entfesseln eine Tragödie.

 

"Butcher's Crossing‹ ist ein Roman über einen jungen Mann, der auszieht, um zu sich selbst zu finden, doch es ist auch die Geschichte eines jungen Landes, das gewaltsam auf seiner Existenz besteht und sich nicht um die Folgen schert. Will Andrews, der sich im hohen Gras des Tales übergibt, in dem fast eine gesamte Büffelherde von mehr als fünftausend Tieren abgeschlachtet worden ist, verkörpert ein historisches Amerika. Anfangs ist es jung und dynamisch, und diese neue Bewährungsprobe ist nichts als eine Gelegenheit, um die starken und hart erprobten Seiten des Nationalcharakters zu bestätigen, doch wie beim Büffelschlachten in einem Tal in Colorado, wie in Vietnam und vielleicht im Irak tritt hier auch die widerliche Seite dieses Charakters zutage. Oder vielmehr Charakterlosigkeit. John Williams‘ unbeirrte Schilderung des gefühllosen Wahnsinns im menschlichen Handeln legt nahe, dass die Einheit von Mensch und Natur – der menschlichen Natur – eine schreckenerregende Aussicht darstellt."

Aus dem Vorwort

 

Ein glänzend geschriebener Roman. Unbedingt lesen!!!

U. Klinger 01.02.2017

John Williams

John Williams wurde 1922 in Texas geboren. Trotz seiner Begabung brach er sein Studium ab. Widerstrebend beteiligte er sich an den Kriegsvorbereitungen der Amerikaner und wurde Mitglied des Army Air Corps. Während dieser Zeit entstand die Erstfassung seines ersten Romans, der später von einem kleinen Verlag publiziert wurde. Williams erlangte an der University of Denver seinen Master. 1954 kehrte er als Dozent an diese Universität zurück und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung 1985. Er veröffentlichte zwei Gedichtbände und vier Romane, von denen einer mit dem National Book Award ausgezeichnet wurde.John Williams starb 1994 in Fayetteville, Arkansas.

Erik Lorenz

"Die Geschichte des Sitting Bull"

Illustration: Claudia Lieb

Gebunden, 160 S., 63 Farbabb, € 22,90

 

 

 

 

 

Der zehnjährige David vom Stamm der Sicangu Lakota kennt Tatanka Iyotake, besser bekannt als Sitting Bull, nur als eine mythische Gestalt seines Volkes. Als er seinen Großvater besucht, erfährt er von ihm die wahre Geschichte des berühmten Häuptlings und Medizinmanns der Lakota. Am Lagerfeuer des alten Mannes taucht er ein in eine längst vergangene Zeit, in die faszinierende Welt des amerikanischen Westens - die spannende Lebensgeschichte Sitting Bulls.
In dieser großartig illustrierten, auf historischen Tatsachen beruhenden Erzählung für Jung und Alt wird die wechselvolle Geschichte des Jägers, Sonnentänzers, Kriegers, Geheimnismanns, Kriegshäuptlings und Showmanns Sitting Bull zu neuem Leben erweckt.

Martin Calsow

"Quercher und das Seelenrasen"

Tb., 320 S., 12,00 €

 

"Eine Schweineniere im Hundenapf, unerklärliche Asthmaattacken und manipulierte Autobremsen: Die Familie von Max Querchers alter Schulfreundin Nina Poschner, einer reichen Pharmaerbin, wird massiv bedroht.
Nina vermutet einen Schweizer Unternehmer hinter den Vorkommnissen, der unter allen Umständen die Arzneimittelfirma ihres Vaters übernehmen möchte. Quercher und seine Kollegen vom LKA hingegen glauben, dass die Ursache für die Übergriffe in Ninas politischem Engagement liegt: Sie will am See ein Internat für Migranten aufziehen und 'Gottes Warteraum', wie die Gegend von Spöttern bezeichnet wird, mit Flüchtlingen aus aller Welt verjüngen. Das wiederum stößt im konservativen Tegernseer Tal auf wenig Gegenliebe.
Doch als Quercher herausfindet, dass Nina vor Jahren in Afrika dubiose Testreihen für ein Mittel gegen Cholera zu verantworten hatte und dafür den Tod von Menschen billigend in Kauf nahm, beginnt er, an den edlen Motiven seiner Schulfreundin zu zweifeln. Allerdings steht auch seine eigene Glaubwürdigkeit auf dem Prüfstand, da er zunehmend an Wahnvorstellungen und Panikattacken leidet. Das bleibt seiner Umgebung nicht verborgen ..."
Soweit die Inhaltsangabe des Verlages.

Doch was erwartet Sie wirklich: Ein erstklassig geschriebener Krimi, eine spannende Handlung mit überraschenden Wendungen, Seitenhiebe gegen eine verkrustete CSU-Präsenz in der Politik und in den Behörden und vor allem ein Lesevergnügen sondergleichen.
Wer die Krimis um Quercher noch nicht kennt, empfehle ich, sie in der Reihenfolge zu lesen:
Bd. 1 "Quercher und die Thomasnacht"
Bd. 2 "Quercher und der Volkszorn"
Bd. 3 "Quercher und der Totwald"
Bd. 4 "Quercher und das Seelenrasen"

Uwe-Johnson-Preis 2016

Jan Koneffke erhält Uwe-Johnson-Preis 2016

Jan Koneffke erhält den mit 15.000 Euro dotierten Uwe-Johnson-Preis 2016 für seinen Roman "Ein Sonntagskind" (Verlag Galiani Berlin, 2015).

Aus mehr als 60 Texten und Manuskripten wählte die fünfköpfige Jury den diesjährigen Preisträger aus. Die feierliche Preisverleihung an Jan Koneffke findet im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage am 23. September 2016 in Neubrandenburg statt.

»Jan Koneffke entwirft in seinem Roman ›Ein Sonntagskind‹ ein deutsches Panorama, das vom Zweiten Weltkrieg über das Jahr 1989 bis in die Gegenwart führt. Wie bei Uwe Johnson wird offenkundig, auf welche Weise der Einzelne im 20. Jahrhundert in die gesellschaftlichen Zeitläufte hineingezogen wurde und es zu Brüchen in der Biographie gekommen ist. Dennoch wird die kathartische Entdeckung von Schuld und Verstrickung nicht zur Projektionsfläche für moralische Aburteilung durch die Nachgeborenen, sondern zum Ausgangspunkt für (selbst)kritische Fragen nach dem Vergangenen, Gegenwärtigen und Zukünftigen«, so die Jurybegründung.

Mitglieder der diesjährigen Jury sind: Sabine Vogel, Literaturredakteurin der Berliner Zeitung, Raimund Fellinger, Cheflektor des Suhrkamp Verlages und des Insel Verlages, Carsten Gansel, Professor für Neuere deutsche Literatur und Literatur- und Mediendidaktik an der Universität Gießen, Michael Hametner, ehemals leitender Literaturredakteur und Moderator bei MDR FIGARO, sowie René Strien, ehemaliger Geschäftsführer des Aufbau Verlages.

Für den Uwe-Johnson-Preis 2016 konnten Autorinnen und Autoren oder deren Verlage bis zum 31. März 2016 unveröffentlichte sowie seit April 2014 veröffentlichte Arbeiten aus den Bereichen Prosa und Essayistik einreichen. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis fördert deutschsprachige Autorinnen und Autoren, in deren Schaffen sich Bezugspunkte zu Johnsons Poetik finden und die heute mit ihren Texten ebenso unbestechlich und jenseits der "einfachen Wahrheiten" deutsche Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft reflektieren.

Der Uwe-Johnson-Preis wurde 1994 erstmals verliehen. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählen u. a. Uwe Tellkamp (2008), Christa Wolf (2010), Christoph Hein (2012) sowie Lutz Seiler (2014). Der Uwe-Johnson-Preis wird von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft e.V. (Neubrandenburg) gemeinsam mit der Nordkurier Mediengruppe (Neubrandenburg) und der Kanzlei Gentz und Partner (Berlin) im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis vergeben. Der mit 3.000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis würdigt herausragende Debütromane.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.uwe-johnson-preis.de

buchreport.de

 

Jan Koneffke

"Ein Sonntagskind"

Roman, Gebunden, 592 S, € 24,99



Nach dem Tod eines linksliberalen Philosophieprofessors finden sich dessen Landser-Briefe aus der Kriegszeit. Sein Sohn begegnet darin einem Menschen, den er nicht kennt, der Schock ist groß.
Winter 1944/45: Um seinen unreifen Sohn Konrad vor den Werbern der SS zu retten, drängt dessen Nazi-skeptischer Vater ihn, freiwillig Reserveoffizier bei der Wehrmacht zu werden; kurz darauf rät er ihm sogar zur Fahnenflucht - Hitlerjunge Konrad graut es zwar vor Kampfeinsätzen, zugleich ist er aber über den mangelnden Patriotismus des Vaters entsetzt und überlegt ernsthaft, ihn anzuzeigen.
Der Krieg macht durch Zufälle aus dem Feigling einen Helden, er bekommt sogar das Eiserne Kreuz Erster Klasse.
Prahlend berichtet er darüber in Briefen an ferne Kameraden. Nach dem Kriegsende jedoch sieht die Welt anders aus. Der vorher verachtete Vater wird zum Leitstern. Konrad schämt sich zutiefst für seine Kriegstaten und verschweigt sie hartnäckig - erst recht, als er (gefordert von einem ehemaligen Widerständler) Philosophiedozent wird, Schwerpunkt Ethik.
Konrad gerät in Frankfurt, inzwischen Professor, ins linke Milieu - und mitten in die Wirren der Studentenbewegung. Als die Staatssicherheit der DDR über einen ehemaligen Kriegskameraden an kompromittierende Informationen über ihn gelangt, wird es brenzlig, aber es gelingt dem Sonntagskind Konrad, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Kein Wunder, dass er - Jahre später - die Nachricht vom Fall der Mauer nicht nur mit Freude hört. Erst sein Sohn wird die prahlenden Jugendbriefe seines Vaters finden - und darin einen Menschen, den er nicht kennt und dessen wahre Identität er rekonstruieren will.

Julian Barnes erhält den Siegfried Lenz Preis 2016

 

Der Schriftsteller Siegfried Lenz hat 2014 eine Stiftung ins Leben gerufen, zu deren vornehmsten Aufgaben es gehört, einen Siegfried Lenz Preis zu vergeben. Der zweite Preisträger ist der englische Erzähler und Essayist Julian Barnes. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. Die feierliche Preisübergabe findet im Hamburger Rathaus am 11. November 2016 statt. Der Preis wird vom Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg und der Siegfried Lenz Stiftung überreicht. Mit dem Siegfried Lenz Preis sollen internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller ausgezeichnet werden, die mit ihrem erzählerischen Werk Anerkennung erlangt haben und deren schöpferisches Wirken dem Geist von Siegfried Lenz nah ist.

Die Jury des Siegfried Lenz Preis ehrt mit Julian Barnes einen der herausragenden europäischen Erzähler und Essayisten. Der 1946 in Leicester geborene Autor versteht es, in seinen Romanen Elemente der Moderne und Postmoderne auf raffinierte Weise miteinander zu verknüpfen. Barnes‘ Werk greift wie in England, England (1998) Diskussionen der Kultur- und Literaturtheorie auf und fragt danach, wie sich Erinnerung für den Einzelnen und für die Gesellschaft konstituiert.

In brillanten Romanen wie Flauberts Papagei (1984) oder Arthur & George (2005) schöpft er aus dem Fundus der europäischen Literatur des 19. Jahrhunderts. So eindrücklich seine Bücher von satirischen und ironischen Tonlagen geprägt sind, so unmittelbar stellt er sich in die Tradition eines Erzählens, das essentielle Lebensfragen der Menschen verhandelt. Beispielhaft gelingt Barnes das in seinem Essay über den Tod Nichts, was man fürchten müsste (2008) und in seinem 2011 mit dem Booker Prize ausgezeichneten Roman Vom Ende einer Geschichte, der am Beispiel seines Protagonisten Tony Webster um Vergessen und Schuld kreist und sich durch eine ergreifende Wahrhaftigkeit auszeichnet. Im Februar 2017 erscheint Barnes’ neuer Roman Der Lärm der Zeit über den Komponisten Dmitri Schostakowitsch.

Wir gratulieren Julian Barnes herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung!

Foto: © Alan Edwards/2images

Lukas Erler

"Auge um Auge"

Kartoniert, 320 S, € 12,99

 

Cool, kantig, eigenwillig - der aufgrund einer Erbkrankheit erblindete Kunsthistoriker Cornelius Teerjong ist ein Mann mit radikalen Ansichten und einem gewissen Hang zum Zynismus.

Auf der "Documenta" in Kassel wird sein Bekannter, der Kameramann Henk de Byl, leblos und auf bizarre Weise verstümmelt inmitten einer Installation im Rahmen der Kunstmesse aufgefunden.

Teerjong ist bestürzt und beginnt gemeinsam mit seiner Freundin, der Journalistin Jenny Urban, auf eigene Faust zu ermitteln. Eine Spur führt die beiden zurück in die Vergangenheit, zu einem unfassbaren Verbrechen, das 17 Jahre zuvor die Welt erschütterte, und Teerjong muss feststellen, dass er seinen Freund nicht annähernd so gut kannte, wie er gedacht hatte.

Schritt für Schritt enthüllt sich Teerjong und Urban das Motiv des Täters, doch je mehr sie erfahren, desto weniger sicher sind sie, dass sie ihn wirklich finden wollen.

 

Was für ein Kriminalroman. Spannende Handlung, ein realer Hintergrund und vor allem psychologisch ausgezeichnete skizzierte Personen. Der Zufall will es, dass in diesem Jahr 2 deutsche Autoren einen blinden HeldIn zur Hauptperson haben. Während Andreas Pflüger seine "Heldin" a la James Bond oder Superman mit Fähigkeiten ausstattet, die einfach reißerisch wirken, zeigt Lukas Erler seinen Helden zwar selbstbewußt, aber auch verletzlich. Hier stimmt die Beschreibung, das mentale Geschehen. Ein Roman der Sonderklasse, unbedingt lesen.

Uli Klinger 16.06.2016

Bernard Cornwell

"Das letzte Königreich"

Kartoniert, 474 S., € 10,99

 

Mit den Drachenbooten kommt der Tod!
Nordengland im Jahre 866: Mit zehn Jahren erlebt der Fürstensohn Uhtred den Einfall der Wikinger. Sein ungestümer Mut in der Schlacht beeindruckt den Anführer der Dänen so sehr, dass er Uhtred verschont und als Ziehkind aufnimmt. Mit den Jahren wird der Junge fast einer von ihnen. Nach Raub- und Eroberungszügen voller Blut und Gewalt droht auch Wessex, das letzte der fünf angelsächsischen Königreiche, an die Eroberer zu fallen. Doch da wechselt Uhtred wieder die Seiten.
Die Uhtred-Romane, Band 1

"Ein beeindruckend gut geschiebener historischer Roman. Ich habe ihn verschlungen!"

Uli Klinger 07/16

"Der Kuss des Raben"
von Antje Babendererde
Gebunden
496 S., von 14 - 99 J., € 17,99

 

 

 

 

Ein Wort vorweg: Ich bin Fan von Antje Babendererde. Vom ersten Buch an.

Aber das hindert mich nicht, ihre Bücher kritisch zu lesen!

 

Nur, was sie mit "Der Kuss des Raben" vorgelegt hat, sprengt alle Grenzen. Auf den ersten Blick angelegt als Liebesgeschichte, enthüllt sich dieses Buch von Kapitel zu Kapitel zu einem der ganz großen Romane, den ich nicht nur Jugendlichen ans Herz lege. Um die Spannung aufrecht zu halten, will ich nicht zu viel verraten. Aber: EIN MUSS FÜR JEDE LESERIN / JEDEN LESER!!!

 

Zum Inhalt: Mila ist schön und anders. Ein außergewöhnliches Mädchen mit einer dunklen Vergangenheit. In Moorstein sucht sie einen Neuanfang - und findet ihre große Liebe: Tristan, eigentlich unerreichbar, erwählt ausgerechnet sie! Mila kann ihr Glück kaum fassen. Doch auch Tristan hat ein Geheimnis. Als im Dorf der Fremde Lucas auftaucht und das Haus der Rabenfrau in Besitz nimmt, erwachen die Schatten der Vergangenheit zum Leben. Lucas und Tristan scheinen sich zu kennen - und zu hassen. Mila gerät zwischen die beiden und findet sich plötzlich selbst vor einem schrecklichen Abgrund wieder ...

"Erschlagt die Armen!"
von Shumona Sinha
Gebunden, Roman. 127 S., € 18,00

 

 

 

 

'Erschlagt die Armen!' ist Titel eines Prosagedichts von Charles Baudelaire, und die Protagonistin dieses Romans scheint ihn wörtlich genommen zu haben: Die junge Frau schlägt einem Migranten in der Metro eine Weinflasche über den Kopf und findet sich in Polizeigewahrsam wieder. Dort soll sie sich erklären:

Was treibt eine dunkelhäutige Frau indischer Abstammung, die in der Asylbehörde als Dolmetscherin zwischen Asylbewerbern und Beamten vermittelt, zu einer solchen Tat? Täglich übersetzt sie das Jammern und die Lügen der Asylbewerber, deren offensichtliches Elend der Behörde nicht reicht - und ist angewidert vom System, deren Teil sie geworden ist. Als Migrantin bleibt sie fremd in den Augen der Beamten, aber auch für ihre ehemaligen Landsleute ist sie fremd - als eine, die es geschafft hat. Schließlich scheint es auch für sie in der menschengemachten Enge der Welt keine andere Begegnung als den Angriff zu geben.

Erschlagt die Armen! ist ein zorniger Roman, der in kraftvoller, bilderreicher Sprache aufrüttelnde Fragen zu Identität und Zusammenleben in einer globalisierten Welt stellt.

"Dunkel, fast Nacht"
von Joanna Bator
Gebunden, Roman. 511 S., € 24,95

 

 

 

 

Eine Stadt ist in Aufruhr. Drei Kinder sind verschwunden. Die erfolglosen Ermittlungen schüren die Wut der Bürger, befeuern die Gerüchte. Verdächtigungen und Schuld-zuweisungen greifen um sich. Gehetzt wird gegen die "Katzenfresser", die Zigeuner. Im Radio und im Internet lodert die Sprache des Hasses.

Alicja Tabor hat diese Stadt früh verlassen. Nun kehrt sie als Journalistin zurück, um Nachforschungen über die rätselhaften Entführungen anzustellen. Sie quartiert sich im alten Haus ein, das seit dem Tod des Vaters leer steht; die Atmosphäre ist düster, die Stimmung im einst so geliebten Garten unheimlich. Ständig fühlt sie sich beobachtet, um sie herum ereignen sich unerklärliche Dinge.

Schon in "Sandberg" und "Wolkenfern" begegnete uns Joanna Bator als Virtuosin der Verknüpfung, die in den verschwiegenen Familiendramen die Geschichte einer Epoche aufleuchten lässt. Mit der ihr eigenen Subtilität schildert sie, wie Stimmungen kippen können, wie latente Ängste und Traumata sich in jähe Ausbrüche von Wahnsinn verwandeln. Dunkel, fast Nacht ist ein Roman über die Brüchigkeit einer Gesellschaft, die ihre gemeinsame Sprache verloren hat.

Magdalena
von Maarten ´t Hart
Gebunden. Eine Familiengeschichte. 320 S., € 22,00

 

 

 

 

"Nach meinem Tod", sagte Maarten 't Harts Mutter oft, "kannst du über mich schreiben, was du willst, aber verschone mich, solange ich lebe." Der Sohn, einer der berühmtesten europäischen Romanciers, hat sich daran gehalten. Er hat bislang nicht davon erzählt, wie ausgerechnet ein kaputter Hosenträger die Liebe zwischen seinen Eltern stiftete, hat verschwiegen, dass sein Vater im Grunde der Überzeugung war, man könne ein Pferd mehr lieben als eine Frau. Nun aber, drei Jahre nach dem Tod der Mutter, erscheint "Magdalena": ein Buch über das große Geheimnis, das sich Kindern hinter dem Zusammenhalt der Eltern zu verbergen scheint, ein ungeschminktes Zeugnis dessen, was der begnadete Erzähler 't Hart bislang alles nicht erzählt hat, und ein schmerzvoll schönes Buch über Mutter und Sohn.

"Flüchtige Seelen"
von Madelaine Thien
Gebunden, Roman.

Ausgezeichnet mit dem LiBeraturpreis 2015.

256 S., € 19,99

 

 

 

 

In ihrem neuen Roman folgt Madeleine Thien den Erinnerungen, Verletzungen und Träumen ihrer Figuren aus dem Kanada der Gegenwart in den tropischen Dschungel Kambodschas in den siebziger Jahren, als dort die Roten Khmer mit brutalem Terror und der Ermordung von Millionen von Menschen eine neue Gesellschaftsordnung errichten wollten. Mit klarer, sanfter Sprache erzählt sie vom Verlust und von der Wiedergewinnung der Menschlichkeit.

Madeleine Thien wurde 1974 in Vancouver, British Columbia, geboren. Ihre Eltern stammen aus Malaysia und China und emigrierten in den 1960ern nach Kanada. Als Kind begann Thien mit Ballett, Stepptanz und Akrobatik, später studierte sie Tanz, wechselte dann 1994 über zu Literatur. Ihr erstes Buch "Einfache Rezepte", eine Sammlung von Kurzgeschichten, wurde mit vier kanadischen Literaturpreisen ausgezeichnet, und ihr Debütroman "Jene Sehnsucht nach Gewissheit" wurde in sechzehn Sprachen übersetzt. 2010 erhielt Madeleine Thien den Ovid Festival Prize. Madeleine Thien lebt in Montreal.

»Einen anderen Menschen zu kennen ist ein Mysterium. Es ist eine Art Glauben, ein Akt des Vertrauens.«

Madeleine Thien

"Unterleuten"
von Juli Zeh
Gebunden, Roman. 640 S, € 24,99

 

 

 

 

Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg. Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufen, um sich den Traum von einem unschuldigen und unverdorbenen Leben außerhalb der Hauptstadthektik zu erfüllen. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist ...

Mit "Unterleuten" hat Juli Zeh einen großen Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit geschrieben, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?

Juli Zeh,

1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts, Promotion. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Schon ihr Debütroman „Adler und Engel” (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013) und dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015).

"Löwen wecken"
von Ayelet Gundar-Goshen
Kartoniert, Roman. 432 S., € 13,00

 

 

 

 

 

Ein stürmischer Roman, der zeigt, wie zerbrechlich unser geordnetes Leben eigentlich ist

Ein Neurochirurg überfährt einen illegalen Einwanderer. Es gibt keine Zeugen, und der Mann wird ohnehin sterben - warum also die Karriere gefährden und den Unfall melden? Doch tags darauf steht die Frau des Opfers vor der Haustür des Arztes und macht ihm einen Vorschlag, der sein geordnetes Leben komplett aus der Bahn wirft.

Wie hätte man selbst in einer solchen Situation gehandelt? Diese Frage schwebt über dem Roman, der die Grenzen zwischen Liebe und Hass, Schuld und Vergebung und Gut und Böse meisterhaft auslotet.

Ayelet Gundar-Goshen, geboren 1982, lebt und arbeitet als Autorin und Psychologin in Tel Aviv.

 

Für ihre Kurzgeschichten, Drehbücher und Kurzfilme wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet. Ihr erster Roman, Eine Nacht, Markowitz (2013), dem der renommierte Sapir-Preis für das beste Debüt Israels zugesprochen wurde, wird derzeit von der BBC verfilmt.

"Der Walfänger"
von Antje Babendererde
Kartoniert, Roman. 437 S., € 12,80

 

 

 

 

Während die Vorbereitungen zur traditionellen Waljagd auf Hochtouren laufen, trifft der Indianer Micah auf seine Exfrau Irina. Er ist einer der ausgewählten Walfänger, Irina kämpft auf Seiten der Umweltschützer gegen die Jagd. Aber mit sich im Reinen ist keiner der beiden ...

 

Antje Babendererde (Jg. 1963) beschäftigt sich seit 1990 literarisch mit Indianerthemen und kennt die Kultur der nordamerikanischen Indianer aus eigener Anschauung. Im Zentrum dieses neuen Romans steht der traditionelle Walfang der Makah-Indianer an der nordwestamerikanischen Küste. Ende der 90er Jahre erhielten die Makah nach 83 Jahren Unterbrechung erstmals wieder die Erlaubnis der Internationalen Walfangkommission, die traditionelle Waljagd durchzuführen. Die Vorbereitungen der Jagd und die Jagd selbst begleiteten heftigste Proteste von Naturschützern und Walfanggegnern. Babendererde schildert das indianische Leben im Reservat, die Zerrissenheit der Menschen auf der Suche nach einer Identität zwischen Tradition und Moderne, und erzählt vor diesem Hintergrund die spannungsreiche Beziehungsgeschichte zwischen dem Makah-Indianer Micah und der amerikanischen Naturschützerin Irina.

"Moonfleet"
von John Meade Falkner
Halbleinen, Roman. 352 S. mit Lesebändchen,
€ 24,00

 

 

 

 

John Meade Falkners Roman »Moonfleet« gehört in der englischsprachigen Welt seit Generationen zu den meistgelesenen Büchern – und doch ist der Autor im deutschen Sprachraum immer noch weitgehend unbekannt. Die Neuübersetzung von Michael Kleeberg gibt nun Gelegenheit, einen der berühmtesten Abenteuerromane der Literaturgeschichte zu entdecken.
 
Der fünfzehnjährige Waisenjunge John Trenchard wächst in einem Schmugglernest namens Moonfleet auf. Die Leute im Dorf erzählen sich, dass der Kirchhof vom Geist des berüchtigten Colonel Mohune heimgesucht wird, der dort vor seinem Tod einen Schatz versteckt hat. Durch einen Zufall entdeckt John Trenchard die Familiengruft der Mohunes, die auch Schmugglern als Versteck dient. Im Sarg des Colonels findet er ein Amulett mit einem rätselhaften Pergament, von dem er sich Aufschluss über den Verbleib des Schatzes erhofft. Zusammen mit Elzevir Block, dem Anführer der Schmugglerbande, macht er sich auf, den Schatz zu heben. Aber ihr tollkühner Plan birgt manche Gefahr, und mehr als einmal setzen die beiden ihr Leben aufs Spiel ...
Ein wahres Leseerlebnis!!!

"Feuerblume"
von Sanna Seven Deers
Kartoniert, Roman., 338 S., € 9,95

 

 

 

 

Eigentlich sollte Alexandra mit ihrem Leben in Deutschland zufrieden sein. Ein guter Job, die Freunde und verständnisvolle Eltern - alles spricht für ein sorgenfreies Dasein.
Dennoch ist Alexandra nicht glücklich. Sie beschließt, eine kurze Auszeit im Westen Kanadas zu nehmen. Die Berührung mit der Natur und der Mystik der indianischen Kultur führen Alexandra endlich zu sich selbst. Sie erkennt den Sinn und die Schönheit ihres Lebens, findet die Liebe und wagt einen Neuanfang ...

 

Die Autorin ist eine gebürtige Deutsche, verheiratet mit einem kanadischen Indianer und lebt mit Mann und Kindern auf einer kleinen Ranch in den kanadischen Rocky Mountains.

"Magnetfeld des Bösen"
von Jacques Berndorf
Kartoniert, 290 S, € 10,95

 

 

 

 

Es gibt nur einen Weg. Sein Schwager muss aus dem Weg geräumt werden, damit der Weg an die Spitze der Kölner Firma endlich für ihn frei wird. Zu diesem Zweck entwirft Kraft ein perfektes Konzept. In seinem Schwiegersohn Andreas findet er einen willfährigen Helfer, und schon bald treibt an der Küste Südfrankreichs tatsächlich eine Leiche auf den azurblauen Wellen des Mittelmeers. Doch was bis jetzt nach Plan verlaufen ist, gerät plötzlich aus der Bahn. Und schon bald ist klar, dass es nicht bei dieser einen Leiche bleiben wird ...

Jacques Berndorf wird dieses Jahr 80 Jahre jung.


Aus diesem Anlass veröffentlicht der Verlag seinen ersten Krimi, ursprünglich als Fortsetzungsroman im "stern" erschienen. Lesen Sie, wenn er auch nicht in der Eifel spielt (sondern nebenan in Köln und am Mittelmeer), es lohnt sich auf jeden Fall!!!!

Mondhitze
von Gioconda Belli
Gebunden, Roman. 288 S, € 18,00




"Mondhitze", der neue Roman der lateinamerikanischen Kultautorin Gioconda Belli, handelt von den Geheimnissen, Erfahrungen und Abenteuern einer Frau um die Fünfzig. Oder davon, wie der Verlust der physischen Fruchtbarkeit auch der Beginn einer persönlichen Revolution sein kann.
Emma ist eine attraktive Arztgattin aus Nicaragua, und sie hat etwas gegen die unschöne Rolle, die einer reiferen Frau von der Gesellschaft zugedacht wird. Da ihr Körper erste Zeichen des Alterns zu zeigen beginnt, packt sie die Panik. An einem besonders schwarzen Tag voller negativer Gedanken ändert ein zufälliges Ereignis ihre Situation jedoch komplett: Sie begegnet unerwarteter Leidenschaft, wird aus ihrer bequemen Routine gerissen und öffnet sich in dieser nächsten Lebensphase neuen Möglichkeiten der Liebe und weiblicher Macht. Denn die Schönheit der Frauen mag sich wandeln, aber sie vergeht nicht ...

"Diese Fremdheit in mir"
von Orhan Pamuk
Gebunden, Roman. 592 S., € 26,00



Der Nobelpreisträger Orhan Pamuk erzählt in "Diese Fremdheit in mir" vom schillernden Leben eines Straßenverkäufers, als Istanbul sich in eine moderne Metropole verwandelt.


 
Kann man die falsche Frau heiraten und trotzdem die große Liebe finden? Mevlut ist Straßenverkäufer in Istanbul, als er sich Ende der 60er Jahre auf der Hochzeit seines Cousins in die jüngere Schwester der Braut verliebt. Drei Jahre lang schreibt er ihr Liebesbriefe nach Anatolien. Doch dann schickt man ihm die ältere Schwester. Pflichtbewusst heiratet Mevlut Rayiha, und ausgerechnet ein Jugendfreund nimmt seine Angebetete zur Frau. Die beiden Familien leben drei Jahrzehnte in enger Verbundenheit, doch dann nimmt ihr Schicksal eine dramatische Wende. Istanbul aus der Sicht kleiner Leute: Ein großartiger Schelmenroman und ein Familienepos - vor allem aber erzählt der Nobelpreisträger Pamuk eine erstaunliche Liebesgeschichte.

Mein Name ist Revolution
von Imran Ayata
Gebunden
Roman. 318 S, € 12,00


Das neue Deutschland hat viele Namen - einer davon ist Devrim.

"Mein Name ist Revolution" ist ein politisches Buch und ein Liebesroman: die Geschichte von Devrim (deutsch: Revolution), dessen kommunistische Eltern in den 70ern nach Deutschland kommen und über Nacht mit einem Lottogewinn reich werden.

Imran Ayata erzählt frei von Folklore und mit Witz, in einer klaren Sprache und Tonlage, die es in der sogenannten Migrantenliteratur so noch nicht gab. Hinter der Fassade eines sich cool gebenden Berlins verbergen sich Geschichten und Welten, die manchem vertraut, vielen aber völlig unbekannt sind.
 

Der Blogger
von Patrick Brosi
Kartoniert, 480 S., € 14,95



Ein Ruderer verschwindet spurlos aus seinem Boot. Der Vermisste ist der weltweit bekannte Enthüllungsblogger René Berger, der die Pharmaindustrie durch geleakte Insiderinformationen an den Pranger gestellt hat. Wurde er aus dem Weg geschafft? Und was geschah mit der jungen Journalistin Marie Sommer, die dem öffentlichkeitsscheuen Blogger auf der Spur war?

Ein intensiver, spannungsgeladener Thriller über die Unmöglichkeit, das richtige Leben im falschen zu führen.

Auch hier gilt: UNBEDINGT LESEN!!!
 

"Endgültig"
von Andreas Pflüger
Gebunden, 459 S., EUR 19,95

 

 

 

 

In ihrem ersten Leben war Jenny Aaron Mitglied einer international operierenden Elitetruppe der Polizei - hochintelligent, kampferprobt, effektiv.

In ihrem zweiten ist sie Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA. Sie spürt das Verborgene und versteht es, zwischen den Worten zu tasten - denn seit einem misslungenen Einsatz in Barcelona ist Aaron blind. Die damaligen Ereignisse haben sie traumatisiert. Doch es war nicht der schlimmste Tag ihres Lebens. Der schlimmste Tag ihres Lebens ist heute.

Fünf Jahre nach Barcelona erhält Aaron einen Anruf: Die früheren Berliner Kollegen bitten sie um ihre Mithilfe. Reinhold Boenisch, ein zu lebenslänglich verurteilter Frauenmörder, gegen den Aaron als junge Polizistin ermittelte, hat im Gefängnis eine Psychologin getötet. Sie entschließt sich, den Fall anzunehmen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Doch Boenisch ist nur der Anfang, eine Schachfigur in einem Komplott. Aaron wird erkennen, dass ihr bisheriges Leben eine einzige Vorbereitung auf die folgenden sechsunddreißig Stunden war. Um dieses Leben wird sie kämpfen müssen wie nie zuvor.

Andreas Pflüger stellt nicht nur die Wahrnehmung auf den Kopf, indem er die Welt konsequent und mit großer atmosphärischer Dichte aus der Perspektive einer Blinden beschreibt. Er dreht auch virtuos an der Spannungsschraube, spielt mit den Erwartungen des Lesers, zieht ihn in einen Sog. Unentrinnbar, sprachmächtig, adrenalingeladen.

Allerdings schafft seine Heldin einfach alles, ob auf dem Schießstand oder in körperlichen Auseinandersetzungen. Das wirkt irgendwie à la James Bond. Schade, für mich klang dies mehr als unglaubhaft.

Deshalb meine Empfehlung: Mit Einschränkung: LESENSWERT!

"Tote haben kein Zahnweh", Archan, Isabella; Kartoniert Kriminalroman.368 S. 12,90

Der 3. Krimi aus der Feder von Isabella Archan

Dr. Leocardia Kardiff, Zahnärztin mit Spritzenphobie, wird in den Mord an einer betuchten Witwe verwickelt. Von Neugier und Gerechtigkeitssinn getrieben, macht sie sich auf die Suche nach dem Täter - und gerät nicht nur mit Hauptkommissar Jakob Zimmer, Ermittler mit Zahnschmerzen, in Konflikt, sondern auch in Lebensgefahr. Denn der Mörder hat sie bereits im Visier ....

Ihre Krimis leben vom Witz und den jeweiligen Personen. Hervorragend geschrieben!
Und wenn Sie Isabella Archan auf einer Lesung erleben können, gratuliere ich Ihnen schon jetzt. Ein Genuss - und dies nicht nur für Ihre Lachmuskeln!!!

 

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