Buchhandlung für ausgesuchte Literatur Ulrich Klinger Seit über 20 Jahren Ihre Buchhandlung im Veedel
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Das politische Buch

Die Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden

(Rosa Luxemburg 1871 - 1919)

Matthias Birkwald / Bernd Riexinger

Solidarische Mindest­rente statt Altersarmut

Das Rentenkonzept der Partei und der Bundestagsfraktion DIE LINKE
Supplement der Zeitschrift Sozialismus 11 / 2015

36 Seiten, aktualisierte Auflage 2017, € 7,00

 

"Mit der immer auch strategischen Forderung nach einer einkommens- und vermögensgeprüften Solidarischen Mindestrente für alle, die sie benötigen, will DIE LINKE Druck aufbauen und Aufmerksamkeit erreichen: Druck in Richtung auf ein wieder lebensstandardsicherndes Niveau der gesetzlichen Rente und Aufmerksamkeit für die Folgen von prekären, durchlöcherten Erwerbsbiografien für die Altersvorsorge.

Denn: Stärkt es nicht vielmehr das Vertrauen in die gesetzliche Rente und die Institution der Deutschen Rentenversicherung, wenn sie ein Mindestleistungsniveau sichert und das Prinzip der beitragsbezogenen Leis­tungsgerechtigkeit erst über dieser Mindestgrenze zum Tragen kommt?

Wenn alle Menschen mit Erwerbseinkommen obligatorisch in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und gleichzeitig sicher sein können, dass sie im Alter nicht in Armut werden leben müssen, dann erhöht das doch die Legitimität der gesetzlichen Rentenversicherung und schwächt sie nicht, oder? Erhöht eine hohe Solidarische Mindestrente nicht viel mehr den Druck auf die gesetzliche Rentenversicherung, auch für die durchschnittlich und gut Verdienenden zu einem lebensstandardsichernden
Niveau zurückzukehren?"

 

Das betrifft insbesonders die Jüngeren, denn sie sind die eigentlichen Opfer der jetztigen neoliberalen Rentenpolitik. Aber natürlich betrifft es alle Altersgruppen. Lest diesen Gegenentwurf und mischt Euch ein.

Merke: "Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren" (B. Brecht)

 

Die Autoren

Dipl.-Soz.Wiss. Matthias W. Birkwald, MdB, ist rentenpolitischer Sprecher, Obmann im Ausschuss für Arbeit und Soziales und Parlamentarischer Geschäftsführer für DIE LINKE. im Bundestag.
Bernd Riexinger ist Vorsitzender der Partei DIE LINKE.

"Die große Rentenlüge"

Warum eine gute und bezahlbare Alterssicherung für alle möglich ist

Balodis, Holger, Hühne, Dagmar

Kartoniert, 208 S.,€ 18,00

 

Eine gute Rente für alle ist machbar - gerecht und bezahlbar!


Rund die Hälfte der heute Erwerbstätigen ist im Alter akut von Altersarmut bedroht. Das ist die unmittelbare Folge eines politisch gewollten Zerstörungsprozesses, sagen die Bestseller-Autoren Holger Balodis und Dagmar Hühne. In ihrem neuen Buch fordern sie einen radikalen Kurswechsel in der Altersversorgung und deutlich mehr Geld für alle Rentner. Und sie zeigen auch, wie es geht: Weg mit der Riester-Rente und dem Popanz des Drei-Säulen-Modells. Statt die Finanzwirtschaft zu subventionieren, muss sich Altersvorsorge auf den Kern konzentrieren: die gesetzliche Rente. Die ist sicher, krisenfest und preiswert. Und sie kann deutlich höher ausfallen, wenn endlich alle einzahlen - auch Politiker, Beamte und Topmanager.
Eine gute Rente für alle ist machbar - gerecht und bezahlbar!

 

Ich habe selten ein so informatives und dabei kurzweiligesBuch über dieses Thema gelesen. Nur zu empfehlen!!! Uli Klinger 13.09.2017

"Couragiert gegen den Strom"

Über Goethe, die Macht und die Zukunft, Nachgefragt und aufgezeichnet von Florian Rötzer

Wagenknecht, Sahra

Gebunden, 224 S., € 18,00

 

Mit Mut gegen den Strom


Ohne jeden Zweifel ist Sahra Wagenknecht eine Ausnahmepolitikerin. Zuweilen wird sie heftig kritisiert, nicht selten auch aus den eigenen Reihen, oft genug auch persönlich angegriffen - und trotz allem bleibt Sahra Wagenknecht unbeirrt auf ihrer politischen Linie. Bei kaum einem anderen Politiker ist dieser unbedingte Wille zu spüren, dieses Land zu verändern. Immer im Zentrum: die Soziale Frage und die Wirtschaftspolitik. Dabei bleibt Sahra Wagenknecht ganz nah an den Wählern, der Bevölkerung, vor allem aber bei den Schwachen und Schwächsten dieser Gesellschaft. In Diskussionen weicht sie nicht aus, sondern beantwortet Fragen gewissenhaft und inhaltlich konkret. Was befähigt diese Frau, so hochengagiert diesen Job zu machen? Was genau sind ihre politischen Vorstellungen? Wie und unter welchen Umständen fand sie in den politischen Betrieb? Woher bekommt sie Anregungen und was nährt ihr politisches Verständnis? Davon berichtet sie in ihrem bislang persönlichsten Buch.

Eines ist klar:

Sahra Wagenknecht will anders Politik machen.

"Der Fall Erdogan"

Wie uns Merkel an einen Autokraten verkauft

Dagdelen, Sevim

Kartoniert, Englisch Broschur, 224 S., € 18,00

 

Die verlorenen Menschenrechte am Bosporus - wie lange schauen Deutschland und die EU noch zu?Nach dem Scheitern des gegen ihn gerichteten Militärputsches ist der türkische Präsident Erdogan dabei, das NATO-Mitgliedsland Türkei systematisch in einen islamistischen Unterdrückungsstaat umzubauen. Rigoros geht er gegen Andersdenkende vor. Zehntausende Menschen wurden aus dem Staatsdienst entlassen, Massenverhaftungen sind an der Tagesordnung. Im Südosten dauert der Krieg gegen die Kurden an, in Syrien werden islamistische Terrorgruppen unterstützt. Warum hält Bundeskanzlerin Merkel weiter zu dem antidemokratischen Staatschef? Welchen Preis hat der EU-Türkei-Deal in Sachen Flüchtlingspolitik? Sevim Dagdelen beleuchtet die Machtverhältnisse am Bosporus und zeigt politische Alternativen zum unterwürfigen Umgang der Bundesregierung mit der Türkei auf.
Die verlorenen Menschenrechte am Bosporus - wie lange schauen Deutschland und die EU noch zu?

Sevim Dagdelen ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die Politikerin ist Sprecherin für Internationale Beziehungen sowie Beauftragte für Migration und Integration der Fraktion DIE LINKE.

Die gebürtige Duisburgerin ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss des Bundestages. Sevim Dagdelen besucht regelmäßig die Türkei und den Nahen Osten und setzt sich seit Jahren aktiv für die Rechte von Minderheiten und für verfolgte Journalisten, Künstler, Gewerkschafter und Oppositionelle ein. Als Außenexpertin und Türkei-Kennerin ist sie gefragter Gast in TV und Hörfunk.

"Transformationsdesign"

Wege in eine zukunftsfähige Moderne

Sommer, Bernd , Welzer, Harald

Verlag: oekom (2016)

Sprache: Deutsch

Kartoniert, 240 S., € 12,95

 

Was brauchen wir für ein gutes Leben? Was können wir weglassen? Wie können die Ressourcen besser verteilt werden? Von der Beantwortung dieser Fragen wird abhängen, ob es gelingt, die Entwicklung der Menschheit so zu "designen", dass eine lebenswerte Zukunft für alle möglich ist.Doch was ist zu tun? Unsere Konsummuster zu ändern oder auf alternative Technologien zu setzen, wird nicht reichen; was zur Disposition steht, ist unser komplettes soziales Leben. Wie sich eine "Welt des Weniger" organisieren lässt, dafür hält das Buch ein Bündel an Ideen bereit, von der Gemeinwohlökonomie bis zu den Transition Towns. Es liegt an uns, sie anzuwenden und in lokalen Gemeinschaften zu erproben. Denn nur so lässt sich der Wandel aktiv gestalten und wir müssen nicht fürchten, im Desaster zu enden. "Ein spannendes Buch über Zukunftsvisionen und eine Alternativgesellschaft" (fairkehr).

"Wir sind die Mehrheit"

Für eine Offene Gesellschaft

Welzer, Harald

Kartoniert, 128 S., € 8,00

 

Schlagende Argumente gegen Rechtspopulisten und andere Menschenfeinde
Das Buch für Offenheit und demokratische Werte

Populisten dominieren immer stärker den öffentlichen Diskurs, Politik und Medien reagieren aufgeschreckt. Es scheint fast vergessen, dass es immer noch eine demokratische und freiheitliche Mehrheit gibt. Zeit sich zu Wort zu melden! Der Bestsellerautor und Sozialpsychologe Harald Welzer liefert die Argumente, die man allen rechtspopulistischen Dummheiten erfolgreich entgegenhalten kann.

"Die nachhaltige Republik"

Umrisse einer anderen Moderne

Herausgegeben von Welzer, Harald

Kartoniert, 160 S., 10 s/w im Bildteil, € 12,00

 

Der Bestseller-Autor ("Die smarte Diktatur") Harald Welzer versammelt in "Die Nachhaltige Republik. Umrisse einer anderen Moderne" wichtige Stimmen zum Thema Nachhaltigkeit. Die Aufgabe der Zeit lautet: die Errungenschaften der Moderne bewahren und zugleich viel weniger von Allem verbrauchen. Prominente Forscherinnen und Forscher entwerfen konkrete Utopien für die Stadt, die Mobilität, die Wirtschaft und die Regierung der Zukunft.
Mit Beiträgen von Friedrich von Borries, Julia Lohmann, Stephan Rammler, Harald Welzer, Charlotte Hoffmann, Maxim Keller und Frank Graef.

"Selbst denken"

Eine Anleitung zum Widerstand

Welzer, Harald

Kartoniert, 336 S., € 9,99

 

Wie ist uns eigentlich die Zukunft abhandengekommen? Was war noch mal die Frage, auf die Fortschritt und Wachstum eine Antwort sein sollten? Und: Wie kann aus der Zukunft wieder ein Versprechen werden statt einer Bedrohung? Harald Welzers Buch gibt Antworten auf diese Fragen. Es lotet die Abgründe des erdrückenden Konsumwahns und politischen Illusionstheaters aus und zeigt, wie viele konkrete und attraktive Möglichkeiten zum widerständigen und guten Leben es gibt. Die ersten Schritte sind ganz einfach: sich endlich wieder ernst nehmen, selbst denken, selbst handeln.

Harald Welzer

 

Der Bestsellerautor Harald Welzer (u. a. Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand) ist Mitbegründer und Direktor der Stiftung Futurzwei und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Der Soziologe und Sozialpsychologe gilt als einer der einflussreichsten Kritiker einer expansiven Moderne.

"Deutsche Zustände", Folge 10

 

Hrsg. v. Wilhelm Heitmeyer

Kartoniert, 335 S., m. Abb. u. Tab., € 15,00

 

Das Land hat sich verändert, seit 2002 der erste Band dieser Studie erschien: Hartz IV wurde eingeführt, einem Rückgang der Arbeitslosigkeit folgte ab 2008 die Bankenkrise; im Zuge der Fußball-WM wogte der "Party-Patriotismus" durchs Land; 2010 beherrschten Sarrazins umstrittene Thesen die Schlagzeilen. Der kurzfristigen Aufmerksamkeit der Medien setzen Wilhelm Heitmeyer und sein Team ihre Langzeitumfrage entgegen. Seismographisch dokumentieren sie die Ängste der Menschen, ihre Einstellung gegenüber schwachen Gruppen und der Demokratie. Zuletzt konnten sie zeigen, daß Teile des Bürgertums die Solidarität mit "denen da unten" aufkündigen und einen "eisigen Jargon der Verachtung" pflegen. In der zehnten und letzten Folge ziehen sie nun eine wissenschaftliche und persönliche Bilanz.

 

"All das, was wir heute mit AfD usw. erleben, war und ist voraussehbar gewesen. Diese 10-bändige Langzeitstudie belegt dies eindringlich. Deshalb: Unbedingt lesen!" Uli Klinger 13.09.2017

Wilhelm Heitmeyer

Wilhelm Heitmeyer, geboren 1945, war von 1996 bis 2013 Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld und arbeitet dort jetzt als Forschungsprofessor. In der edition suhrkamp gab er u. a. die Reihe Deutsche Zustände heraus. 

"Armut im Alter"

Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung

Hrsg. v. Christoph Butterwegge, Gerd Bosbach u. Matthias W. Birkwald

Verlag: Campus Verlag

Kartoniert, 280 S., € 19,99

 

Würdig altern eine Frage der richtigen Politik. Altersarmut ist ein Problem, das häufig mit der Alterung unserer Gesellschaft in Verbindung gebracht wird. Die drohende Verarmung von Millionen älteren Menschen in Deutschland ist aber vor allem auf sinkende Reallöhne, den expansiven Niedriglohnsektor, entsprechende Reformen des Arbeitsmarktes und eine falsche Rentenpolitik zurückzuführen: Mit der Riester-Reform und weiteren Maßnahmen (Aussetzung der jährlichen Rentenanpassung, Beendigung der Beitragszahlungen für Langzeitarbeitslose usw.) wurde das für den Sozialstaat grundlegende Prinzip der Lebensstandardsicherung in der Rentenversicherung aufgegeben.

 

Absehbare Folgen sind eine noch stärkere Polarisierung der Gesellschaft in Arm und Reich sowie eine "Reseniorisierung" der Armut. In diesem Band geben Expertinnen und Experten erstmals einen Überblick über die aktuellen Risiken, Erscheinungsformen und Ursachen von Altersarmut in Deutschland. Darüber hinaus diskutieren sie ein ganzes Bündel möglicher Maßnahmen für eine gerechte und solidarische Alterssicherung.

 

Dieses Buch ist 2012 erschienen, aber heute so aktuell wie eh und je!

Der Herausgeber: Matthias W. Birkwald

 

(* 28. September 1961 in Münster). Seit Oktober 2009 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages (DIE LINKE), Kölner Abgeordneter und rentenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion.

 

Weitere Infos: http://www.matthias-w-birkwald.de 

"Die Zahlentrickser"

Das Märchen von den aussterbenden Deutschen und andere Statistiklügen

Bosbach, Gerd , Korff, Jens J.

Verlag: Heyne (2017)

Kartoniert, 272 S., m. 30 Abb, € 19,99

 

Zahlen Reiche die meisten Steuern? Ist ein Porsche Cayenne umweltfreundlicher als ein Smart? Gibt es wirklich einen demografisch bedingten Ärztemangel?
 
Statistiken erwecken den Eindruck von Objektivität und Exaktheit, dabei lässt sich mit ihnen alles und zugleich das Gegenteil beweisen.
 
Die Autoren decken auf, wie wir täglich von Führungskräften aus Wirtschaft und Politik hintergangen und manipuliert werden, wie Grafiken verfälscht, Stichproben vorsortiert, relative und absolute Zahlen gegeneinander ausgespielt und Ursache und Wirkung vertauscht werden.
 
Ein Buch für alle, die sich nichts mehr vormachen lassen - verständlich, pointiert und unterhaltsam.
 
Nur zu empfehlen!  Uli Klinger 03.06.2017

Der Autor: Bosbach, Gerd

 

Prof. Dr. Gerd Bosbach, geb. 1953, lehrt Statistik, Mathematik und Empirie an der Fachhochschule Koblenz, Standort Remagen. Tiefen Einblick in die amtliche Statistik und den Umgang der Politik mit diesen Daten erhielt er bei seiner langjährigen Tätigkeit im Statistischen Bundesamt. Er hat bereits zahlreiche Beiträge zu den Themen Bevölkerungsentwicklung, Gesundheitsfinanzierung und Statistikmissbrauch veröffentlicht.

"Kein Wohlstand für alle!?"

Wie sich Deutschland selber zerlegt und was wir dagegen tun können

Schneider, Ulrich

Kartoniert, 240 S., € 18,00

 

Deutschland fällt auseinander! "Wohlstand für alle" lautet seit Ludwig Erhard das zentrale Versprechen aller Regierungen. Tatsächlich jedoch werden seit Jahrzehnten Reiche immer reicher, während immer größere Teile der Mittelschicht abgehängt werden und von der Hand in den Mund leben müssen. Das ist weder Zufall noch Schicksal, sondern das Ergebnis einer Politik, die sich immer stärker einem modernen Neoliberalismus verpflichtet sieht. Schonungslos dokumentiert Ulrich Schneider, wie es um die soziale Einheit Deutschlands wirklich bestellt ist. Er geht der Frage nach, wie es möglich ist, dass in einer Demokratie eine Politik Mehrheiten finden konnte, die wenige Reiche privilegiert, aber breite Bevölkerungsschichten benachteiligt. Schneider zeigt, wo Sozial- und Steuerreformen ansetzen müssen, um dieses Land wieder zusammenzuführen.

Ulrich Schneider ist Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin.

 

Er ist Autor verschiedener Publikationen zu den Themen Armut in Deutschland, Verantwortung des Sozialstaates und soziale Gerechtigkeit.

Andrej Holm

"Mietenwahnsinn"

Knaur, Taschenbuch, € 7,00

 

"Studenten hausen in Turnhallen, Rentner müssen nach vierzig Jahren ihre Wohnung im neuen In-Viertel aufgeben und Alleinerziehende mit Hund sollten lieber gleich auswandern. Die Mieten steigen exorbitant, und das nicht nur in den Großstädten.

Andrej Holm zeigt, wie der Staat in der Wohnungspolitik systematisch versagt hat, indem er jahrzehntelang mit der Immobilienwirtschaft gemeinsame Sache gemacht hat - statt langfristig für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen."

 

Ein Sachbuch, das unterhaltsam geschrieben ist und Fakten vermittelt!!! Uli Klinger 05/2017

Andrej Holm (* 8. Oktober 1970 in Leipzig) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler mit den Themenschwerpunkten Stadterneuerung, Gentrifizierung und Wohnungspolitik.

 

Er war 2016/17 kurzzeitig Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen der rot-rot-grünen Landesregierung von Berlin.

Canetti, Elias

"Masse und Macht"

Tb., 584 S., € 14,95

Heute aktueller denn je!!!

Dieses Buch sollten Sie unbedingt lesen, um die heutigen faschistischen und rechtspopulistischen Erscheinungsformen von AfD bis Trump besser zu verstehen.

U. Klinger 04.02.2014

 

"Masse und Macht" ist das 1960 erschienenes Hauptwerk des späteren Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti. Es versucht, die Dynamik von Menschenmassen zu beschreiben und zu analysieren und der Frage auf den Grund zu gehen, warum und in welchen Situationen Menschenmassen einzelnen Befehlshabern gehorchen oder Anführern folgen.

Es beginnt mit der Behauptung: „Nichts fürchtet der Mensch mehr als die Berührung durch Unbekanntes. […] Es ist die Masse allein, in der der Mensch von seiner Berührungsfurcht erlöst werden kann.“[1] Diese Sätze kann man so lesen, dass der Mensch von Natur aus kein soziales Wesen sei. Nicht Empathie charakterisiere den Menschen, sondern die Furcht vor der Berührung anderer Menschen. Befinde sich der Mensch in der Öffentlichkeit, verlangten zufällige Berührungen mit anderen Menschen nach einer Entschuldigung. Stehe der Mensch im Aufzug, dränge er sich in eine Ecke, um nicht in Kontakt mit den Anderen zu geraten. Und das Einschließen in die Häuser sei nichts anderes als ein Versuch des Menschen, sich dem bedrohlichen Fremden in der Welt zu entziehen.

Einzig in der Masse, diesem von „Affekten“ geleiteten Gebilde, verliere der Mensch seine Furcht vor der Berührung, könne es zu einem Zustand der „Entladung“ kommen, zu dem Moment, an dem alle „ihre Verschiedenheiten loswerden und sich als gleiche fühlen“. Der Verlust jeder Individualität werde dabei als befreiender Akt betrachtet, da der Einzelne nicht mehr alleine der chaotischen Welt gegenüber stehe. Jetzt, da sich alle gleich fühlten, sei die Furcht vor dem Fremden innerhalb der Masse zwar aufgehoben, doch das Andersartige der Welt da draußen werde der Masse umso deutlicher bewusst. Das Andersartige gefährde das „Überleben“ der Masse, da es Alternativen zu dem Zustand der Gleichheit aufzeige. Und so sei die auffälligste Eigenschaft einer Masse die „Zerstörungssucht“. Um ihr eigenes Überleben zu sichern, wolle sie das Andere vernichten.

Elias Canetti, 1905 in Rousse (Rustschuk)/Bulgarien geboren, studierte nach Aufenthalten in England und Frankfurt Naturwissenschaften in Wien und schrieb seinen großen Roman »Die Blendung«. 1938 musste er Österreich verlassen und emigrierte mit seiner Frau Veza nach England, wo sein soziologisches Hauptwerk »Masse und Macht« entstand. Seit den späten 60er Jahren lebte er in London und Zürich, wo er 1994 starb.

Elias Canetti erhielt 1981 den Nobelpreis für Literatur.

Ströbele
von Stefan Reinecke
Gebunden, 464 S. m. 49 Abb., € 24,00

 

 

 

 

Ströbele schiebt sein Fahrrad noch immer auf jeder zweiten Demonstration in Berlin. Er trägt noch immer Jeans und roten Schal. Er agitierte entschlossen gegen das Ja der Grünen zu Kriegseinsätzen der Bundeswehr. Er ist der letzte aktive Achtundsechziger in der Politik.

Er hat sich, anders als Otto Schily und Joschka Fischer, nicht verändert. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Ströbele ist komplexer, widersprüchlicher als sein Image. Er raucht und trinkt nicht - und fehlt bei keiner Demo für die Legalisierung von Cannabis. Er gilt als gesinnungsfester Traditionslinker und hat sich stets machtbewusst in der politischen Arena behauptet. Ströbele hält eisern am linken Antinationalismus fest - und ist in vielem selbst deutsch: willensstark, diszipliniert, traditionsbewusst.

Er steht noch immer für außerparlamentarischen Protest - und lässt sich als Parlamentarier an Pflichterfüllung kaum übertreffen. Reinecke verwebt den weithin unbekannten privaten Lebenslauf von Hans-Christian Ströbele mit bundesdeutscher Zeitgeschichte und zeigt: Es ist möglich, Politiker zu sein, ohne sich den Zwängen des Betriebes zu beugen.

http://www.taz.de/Stroebele-und-die-taz/!5290806/

"Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört"

Die Flüchtlingsbewegungen nach Europa verweisen auf ein grundlegendes Problem, nämlich auf die Ungerechtigkeit unserer Weltwirtschaftsordnung.
Katja Kipping beschreibt prägnant und eindeutig Fluchtursachen und plädiert für ein Europa der Einwanderung.

Die täglich hier ankommenden Geflüchteten fallen in die bis dato vermeintlich heile Welt des Merkel'schen Biedermeiers. Sie führen uns unsere Mitverantwortung am Zustand dieser Welt vor Augen. Ihre Botschaft lautet: So wie wir wirtschaften und handeln, wie wir arbeiten, konsumieren und Politik machen - so kann es nicht weitergehen. Katja Kipping, Vorsitzende der linken und Sozialpolitikerin, beschreibt unsere Mitverantwortung an der aktuellen Situation und wie wir dem zunehmenden Rassismus begegnen sollten. Sie sagt, was jetzt konkret hier bei uns zu tun ist und zeigt, wie Europa gestärkt, solidarischer und offener aus den jetzigen Herausforderungen hervorgehen kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kipping, Katja
Katja Kipping, Jahrgang 1978, ist seit 2007 Vorsitzende der LINKEN. 1999 war sie die jüngste Abgeordnete im sächsischen Landtag, 2005 zog sie in den Bundestag ein. Dort ist sie Obfrau im Ausschuss »Arbeit und Soziales«. Sie streitet auch außerparlamentarisch für ihre Hauptanliegen »Globalisierungskritik«, »Grundeinkommen«, »Umweltschutz« und »Feminismus«.

"Und das ist erst der Anfang"
Deutschland und die Flüchtlinge.
Kartoniert, Hrsg. v. Anja Reschke . 336 S., € 12,99

 

 

 

 

60 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Ein kleiner Prozentsatz davon macht sich auf den gefährlichen Weg nach Europa. Sie kommen aus Syrien, Eritrea, dem Irak, vom Balkan. Sie kommen aus verwüsteten Ländern, aus armen Ländern, und viele werden bleiben. Wohin sollten sie zurück?
Experten und Expertinnen informieren in diesem Buch über Fluchtursachen, die Wege der Flüchtlinge, die Situation in Deutschland und diskutieren die dringlichsten Fragen: Warum kommen gerade jetzt so viele Flüchtlinge? Wie verändern sie dieses Land? Wie muss Europa auf die Herausforderung reagieren? Der Band gibt Orientierung und Hintergrundwissen zu einer Entwicklung, die wie keine andere die Politik und das Leben im 21. Jahrhundert prägen wird.

Mit Beiträgen von: Mohamed Amjahid, Stefan Buchen, Daniela Dahn, Pauline Endres de Oliveira, Naika Foroutan, Patrick Gensing, Gabriele Gillen, Kristin Helberg, Saskia Hödl, Jawad, Hasnain Kazim, Martin Lilkendey, Harald Löhlein, Norbert Mappes-Niediek, Peter Müller, Herfried Münkler, Bahman Nirumand, Jochen Oltmer, Bernd Parusel, Maximilian Popp, Heribert Prantl, Dusan Reljic, Anja Reschke, Simone Schmollack, Thomas Straubhaar und Ingo Werth.

Für jedes verkaufte Buch geht ein Euro an die Flüchtlingshilfe.

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