Buchhandlung für ausgesuchte Literatur Ulrich Klinger Seit über 20 Jahren Ihre Buchhandlung im Veedel
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Chimamanda Ngozi Adichie

ist eine der großen jungen Stimmen der Weltliteratur.

Ihr Roman Blauer Hibiskus war für den Booker-Preis nominiert,
Die Hälfte der Sonne erhielt den Orange Prize for Fiction 2007.

Insgesamt wurde ihr Werk in 37 Sprachen übertragen und sie steht auf der renommierten Liste der »20 besten Schriftsteller unter 40« des »New Yorker«.

Für Americanah, von der »New York Times« zu einem der fünf besten Romane von 2013 gewählt, erhielt sie den Heartland Prize for Fiction und ist nominiert für den National Book Critics Circle Award.

Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren und lebt heute in Lagos und in den USA.

Eine einschneidende Liebesgeschichte zwischen drei Kontinenten - virtuos und gegenwartsnah erzählt von einer der großen jungen Stimmen der Weltliteratur.

Chimamanda Adichie erzählt von der Liebe zwischen Ifemelu und Obinze, die im Nigeria der neunziger Jahre ihren Lauf nimmt. Dann trennen sich ihre Wege: Die selbstbewusste Ifemelu studiert in Princeton, Obinze strandet als illegaler Einwanderer in London. Nach Jahren stehen sie plötzlich vor einer Entscheidung, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Adichie gelingt ein eindringlicher, moderner und hochpolitischer Roman über Identität und Rassismus in unserer globale Welt.

Chimamanda Ngozi Adichies Debut - ein Meilenstein junger Weltliteratur: Jetzt als Fischer Taschenbuch!

Das Haus von Kambilis Familie liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen Mauern, die Welt dahinter ist das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Mit sanfter, eindringlicher Stimme erzählt die 15jährige Kambili von dem Jahr, in dem ihr Land im Terror versank, ihre Familie auseinanderfiel und ihre Kindheit zuende ging. Der erste vielgelobte Roman Adichies, verzweifelt schön und ganz gegenwartsnah.

Ishmael Beah, 1980 in Sierra Leone geboren, studierte in den USA Politikwissenschaften. In seinem autobiografischen Buch Rückkehr ins Leben (Orig.: A long way gone, 2007 - vergriffen!) schildert er sein Leben als Kindersoldat und seine Befreiung durch Unicef. Er arbeitet für Human Rights Watch, ist als UNICEF Goodwill Ambassador for Children Affected by War sowie als Berater am Center for the Study of Youth and Political Violence an der University of Tennessee tätig. Er unterrichtet am Center for International Conflict Resolution an der Columbia University und der Rutgers University. Darüber hinaus gründete er die Ishmael Beah Foundation (IBF), die sich insbesondere der Integration von traumatisierten Kindern und Jugendlichen widmet. Beah lebt in Mauretanien.

"Das Leuchten von Morgen"

Roman

Beah, Ishmael

Aus der Reihe:  AfrikAWunderhorn

Gebunden, 262 S., € 24,80

 

Einige Jahre nach dem Bürgerkrieg, der 1991 bis 2002 in Sierra Leone über 70.000 Menschen das Leben kostete und über zwei Millionen aus ihrer Heimat vertrieb, kehren Überlebende in das Dorf Imperi zurück.

Anfang machen zwei der Ältesten, die sich der herzzerreißenden Aufgabe widmen, die Knochen der Verstorbenen zusammenzutragen, damit den anderen Heimkehrern dieser Anblick erspart bleibt. Nach und nach finden weitere Bewohner den Weg zurück – Täter und Opfer, Kinder und Eltern, und alle müssen sich im vom kriegsgeschüttelten Gestern überschatteten Heute zurechtfinden. Die kleine Gemeinschaft wächst zusammen, die Schule wird wieder eröffnet, Freundschaften entstehen, Hoffnung glimmt auf – die auch auf der Kraft der Verdrängung basiert, dem Verschweigen der Gräueltaten, denn über den Krieg spricht man nicht: Die Alten flüchten in die Traditionen der Vergangenheit, die Jungen suchen nach einer Zukunft, die vom Gestern nicht erdrückt wird. Und das Leben geht tatsächlich weiter, Menschen verlieben sich, empfinden Freude, sind energiegeladen. Doch dann greift der westliche Arm des Kapitalismus nach Imperi, »einem elenden Ort, in dessen Erde Wertvolles steckt«. Ein Bergbauunternehmen zerstört die Natur, mit der die Menschen hier eng verbunden sind; die Männer sind gezwungen, in den Minen zu arbeiten, Frauen prostituieren sich. Viele verlassen das Dorf, wieder wird ihnen ein Lebensweg aufgezwungen. Und doch bleibt als Hoffnung das »Leuchten von Morgen«.

Imraan Coovadia ist in Durban, Südafrika geboren, studierte in Yale, lebte abwechselnd in New York und Durban und lehrt heute an der University of Cape Town Literaturwissenschaft und creative writing. Für seinen dritten Roman »High Low In-Between« (2009), dt.: »Gezeitenwechsel« (Wunderhorn, 2011), erhielt er 2010 den University of Johannesburg Prize und den Sunday Times Fiction Prize.

Imraan Coovadias neuer Roman spannt einen Bogen von einer Internatsschule im Natal der 1970er Jahre, über sowjetische Spione im London der 1980er, dem Rugby Weltcup 1995 und der Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika bis zu den gegenwärtigen politischen Ränkespielen.

Vermessenes Land erzählt von zehn Tagen im Leben Südafrikas, die über vier Jahrzehnte von 1970 bis 2010 verteilt sind, in denen aus Südafrika ein anderes Land wurde, wie die große Welt in das Leben von wichtigen und ganz gewöhnlichen Südafrikanern eindringt und es auf den Kopf stellt. Wie Gewalt, Befreiung und Politik bis ins tiefste Innere der Charaktere vordringen und ihre Spuren hinterlassen. Die von Coovadia sorgfältig und mit großer sprachlicher Präzision ineinander verwobenen Geschichten erzählen von unterschiedlichen Zeiten und Herausforderungen. Ein Kaleidoskop südafrikanischer Wirklichkeiten, in dem sich fiktive Charaktere mit realen Personen mischen. Politiker, Philosophen, Schriftsteller, Freiheitskämpfer, Diebe, Bewahrer und Verräter bevölkern dieses so wichtige Buch, das tiefe Einblicke darüber gibt, wie das Land am Kap sich von der Apartheid befreite und durch eine schwierige Umwandlung stolpert, deren Tempo seine Menschen oft nicht standhalten können. 1971 wechselte Südafrika vom englischen Maßsystem zum – wie manche behaupten – genaueren metrischen System. So, wie ab da Straßen vermessen oder Flüssigkeiten gemessen wurden, begann die Apartheid-Regierung nun auch den Wert von Menschen noch genauer an ihrer Hautfarbe zu messen. Coovadias Geschichten vermessen und handeln von einem kontrollierten und bürokratischen Südafrika. Ein bewegendes Buch über die Zeit des südafrikanischen Übergangs von 1970 bis 2010, von den Gräueln der Apartheid bis zu den unsicheren Zeiten der Gegenwart. Die zehn Geschichten tragen den Geist aller für Südafrika wichtigen geschichtlichen Momente in sich und stellen dabei die Leben einiger Menschen in den Mittelpunkt, deren Geschichten wiederum kunstvoll-komplex miteinander verwoben sind.

Mia Couto, geboren 1955 in Mosambik, startete seine literarische Karriere in den Wirren des mosambikanischen Unabhängigkeitskriegs, arbeitete zunächst als Journalist, studierte dann Biologie und ist heute Professor für Biologie an der Universität von Maputo. Für seine Romane und Erzählungen, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden, erhielt er viele Auszeichnungen: 2013 den für den portugiesischen Sprachraum wichtigsten Literaturpreis, den Prémio Camões und 2014 den Neustadt International Prize for Literature, den »amerikanischen Nobel«.

"Jesusalem"

Roman

Couto, Mia

Aus der Reihe:  AfrikAWunderhorn

Gebunden, 260 S., € 24,80

 

»Jesusalem« – jenseits von Jesus, der Ort, an dem sich Jesus irgendwann vom Kreuz befreien und Gott um Vergebung bitten würde – so hat Silvestre Vitalício das verlassene Jagdcamp fernab der Zivilisation getauft, in das er sich mit seinen Söhnen Mwanito, Ntunzi und dem Ex-Soldaten Zacaria Kalash zurückgezogen hat.

Das einzige weibliche Wesen dort ist die Eselin Jezibela. Silvestre will die Welt vergessen, in der er offenbar Unerträgliches erlebt hat. Er verbietet seinen Söhnen jegliche Erinnerung, selbst Träume sollen sie unterdrücken. Das Camp soll eine neue, die einzige Welt sein. Erzählt wird die Geschichte von dem 11-jährigen Mwanito, der keine Erinnerung an seine Mutter hat. Seine Wahrnehmung ist märchenhaft, die Tabus des abgeschlossenen Lebens füllt er mit Visionen und Verwandlungen. Er hat die Begabung zu schweigen, die ihn seinem Vater genehm macht aber auch befähigt, sich im Geheimen zu entwickeln. Die Ankunft einer weißen Frau bringt das Gefüge ins Schwanken. Die Jungen sind fasziniert. Das Zerbrechen des Kokons setzt den Willen zur Rekonstruktion ihrer Geschichte frei. Die Vergangenheit bricht ein in die Gegenwart und lässt Silvestre verzweifeln. Für seine Söhne bedeutet die Konfrontation mit einer Geschichte von Gewalt und Versagen jedoch auch Befreiung. Das Drama der Familie ist aber nicht nur ein privates – die Zeit des Bürgerkriegs in Mosambik ist atmosphärisch im Hintergrund spürbar.

 

Dongala, Emmanuel B. (VR Kongo)

 

Emmanuel B. Dongala wurde 1941 in Alindao (Zentralafrika) geboren. Er studierte in Frankreich und in den USA und war bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges Chemieprofessor an der Universität von Brazzaville. 1998 fand er in den USA Asyl, wo er seitdem Chemie und afrikanische Literaturwissenschaft lehrt. Für den Roman "Kinder von den Sternen" (leider vergriffen) erhielt er den renommierten Preis "Temoin du Monde" von Radio France.

Emmanuel Dongalas "Gruppenfoto am Ufer des Flusses" ist ein wahres Loblied auf die afrikanischen Frauen!

Ein Roman, der sie nicht nur stark und warmherzig zeigt, sondern wehrhaft und fest entschlossen, das Ruder endlich herumzuwerfen.

 

Am Ufer des Flusses arbeiten Tag für Tag zehn Steineklopferinnen. Unter der sengenden afrikanischen Sonne zerschlagen die Frauen große Felsblöcke zu kleinen Schottersteinen, die sie säckeweise an Händler verkaufen. Es sind junge und ältere Frauen, Analphabetinnen und solche mit Schulbildung, es sind Witwen, Ehefrauen, Mütter. Gemeinsam ist den Steineklopferinnen, dass sie von einer persönlichen Katastrophe aus der Bahn geworfen wurden und ohne ihr Einkommen nicht überleben können.


Als die Frauen erfahren, dass durch den Bau eines neuen Flughafens die Nachfrage nach Schottersteinen gestiegen ist und die Zwischenhändler längst höhere Gewinne erzielen, sehen sie ihre Chance: Sie beschließen ihre Preise zu verdoppeln. Natürlich trifft ihr Anliegen auf Widerstand bei den Händlern, aber die Frauen sind zum Risiko bereit. Angespornt durch ihren Humor und getragen von der Solidarität entwickeln die Steineklopferinnen den nötigen Mut und aus dem Konflikt wird ein handfester Arbeitskampf mit politischen Dimensionen.

UNBEDINGT LESEN!!! Uli Klinger

 

Helon Habila

Helon Habila, 1967 in Nigeria, geboren, studierte Literatur und lehrte an der Universität bevor er nach Lagos ging, um dort als Journalist zu arbeiten. Für sein erstes literarisches Werk Waiting for an Angel, welches in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, erhielt er den internationalen Caine Prize for African Writing und 2003 den Commonwealth Writers’ Prize für die Beste Erstveröffentlichung. Measuring Time (2007), Habilas zweiter Roman, erhielt 2008 den Virginia Library Foundation Fiction Award und stand auf der Kandidatenliste für den Hurston/Wright Legacy Award 2008. Die Kurzgeschichte The Hotel Malogo gewann den Emily Belch Prize und wurde für die Anthologie The Best American Nonrequired Reading ausgewählt und veröffentlicht. Habilas dritter Roman Oil on Water (2010) ist der erste, der auf Deutsch erscheint. Habila lehrt kreatives Schreiben an der George Mason University und lebt in den USA und Nigeria. Von Juli 2013 bis Juli 2014 war Helon Habila als Stipendiat des DAAD im Rahmen des Berliner Künstlerprogramms.

Port Harcourt, Nigeria, im Delta des Niger. Eine Frau verschwindet. Dies wäre keine Nachricht in den Medien wert, würde es sich nicht um eine Britin, die Ehefrau eines hochrangigen Mitarbeiters einer ausländischen Ölgesellschaft, die im Delta und vor der Küste Öl bohren, handeln.

Die Entführung ist offensichtlich das Werk einer Rebellengruppe, die gegen die Ölgesellschaften kämpft, die das Land ausbeuten und zerstören. Als eine Lösegeldforderung eingeht, wittert der junge Journalist Rufus die Chance zu einer großen Story und macht sich mit dem gealterten Starreporter Zaq auf die Suche nach der Entführten, eine Reise ins Delta des Nigers hinein, ins »Herz der Finsternis«, eine apokalyptische Welt. Mit wachsendem Entsetzen nimmt Rufus die Zerstörung der Umwelt wahr, die Eskalation der Gewalt, die Profitinteressen, die die widerstreitenden Kräfte – Ölgesellschaften, Polizei und Armee, Politiker und lokale Würdenträger auf der einen Seite, die Rebellen mit ihren Sympathisanten auf der anderen – in ihren Auseinandersetzungen verfolgen, die Entmenschlichung auf beiden Seiten der Front. Opfer sind in jedem Fall die einfachen Menschen, Fischer zumeist, die im Delta des Flusses leben. Sie haben nicht die Mittel, sich zur Wehr zu setzen, ihre Dorfgemeinschaften werden zwischen den Fronten zerrieben. Hoffnung vermittelt einzig ein Dorf auf der kleinen Insel Irikefe, das einen humanistischen, egalitären Gegenentwurf lebt, ähnlich dem, den Wole Soyinka in »Zeit der Gesetzlosigkeit« beschreibt: im Einklang mit der Natur, ihren Rhythmen und Gesetzen folgend. »Öl auf Wasser« ist Bildungsroman und Umweltkrimi zugleich, Politthriller und anrührende Liebesgeschichte.

Mengiste, Maazda (Äthiopien)

 

 

 

 

1971 in Addis Abeba, Äthiopien geboren. Während der kommunistischen Revolution musste sie 1975 mit ihrer Familie Äthiopien verlassen, um in Nigeria, Kenia und schließlich in den USA zu leben. Sie studierte Creative Writing an der New York University, wo sie heute lehrt.

"Unter den Augen des Löwen" erzählt am Beispiel einer Familie die blutigen Umbrüche im Äthiopien der 1970er Jahre. Während furchtbare Hungersnöte den Norden des Landes heimsuchen, wächst in der Landeshauptstadt Addis Abeba der Widerstand gegen den alten Kaiser Haile Selassie. Dawit, der Sohn des bekannten Arztes Hailu, schließt sich gegen den Willen des Vaters einer revolutionären Studentengruppe an. Als der Kaiser 1974 tatsächlich gestürzt und die jahrhundertealte Monarchie gewaltsam abgeschafft wird, kommt eine kommunistische Gruppierung an die Macht, die das Land in einen verheerenden Bürgerkrieg führt. In den Kriegswirren gerät Hailu in Schwierigkeiten, als ein Folteropfer unter seiner Hand verstirbt, das der politischen Führung noch wertvolle Informationen hätte preisgeben sollen. Dawit geht erneut in den Untergrund. Inzwischen ist sein enger Kindheitsfreund Mickey zu einem hochrangigen Polizisten aufgestiegen. Familienbande und Freundschaften sehen sich brutalen Prüfungen ausgesetzt.»Ein kunstvoller, da einfühlsamer und differenzierter Blick auf die äthiopische Geschichte.«Claudia Kramatschek» ... das wahre Wunder dieses feinfühligen Romans ist sein dicht gestrickter Plot, in dem zufällige Wendungen den gewaltigen emotionalen Tribut der Revolution bloßlegen.«»Kunstvoll beschreibt Mengiste heikle Gefühlsmomente und erweist sich dabei ebenso geschickt wie bei der Darstellung der spannungsreichen, düsteren Landesgeschichte … Dass der Roman beim Leser die gleiche Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung wachruft, wie bei den Figuren, ist ein klarer Beweis für Mengistes Talent.«

Mwangi, Meja

Meja Mwangi, geboren 1948 in Nanyuki, Kenya, ist einer der bekanntesten zeitgenössischen Autoren Kenias.
Nach dem Abitur entschied er sich trotz Zulassung zum Studium, als technischer Angestellter in Nairobi zu arbeiten. Seit dem Erfolg des Romans 'Kill me quick' (1973), der mit dem Jomo Kenyatta-Award ausgezeichnet wurde, arbeitet er als freier Schriftsteller. Seine Romane und Kinderbücher sind in zehn Sprachen übersetzt worden. Zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielt er seit Mitte der 80er Jahre, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis 1992 für 'Kariuki'. Er hat zahlreiche Literaturpreise in Großbritannien und Kenia erhalten. 1992 wurde'Kariuki' mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet.

Toma Tomei aus Happy Valley hat die besten Chancen Chief seines Clans zu werden. Doch eines muss zuvor gelingen: Seine Frau Grace muss nach neun Töchtern einen Sohn gebären! In der Nacht, als Grace ihr zehntes Kind zur Welt bringt, fällt der alte Generator im Busch-Hospital endgültig aus und als die Ereignisse in Finsternis getaucht sind, tritt eine gewisse Verwirrung ein. Nun ist das Baby, das die Krankenschwester dem aufgeregten Vater am nächsten Morgen zeigt, tatsächlich ein Junge doch ist der Säugling weiß und hat grüne Augen! Toma Tomei ist verzweifelt. Grace und die neun Töchter aber lieben den Jungen. Toma Tomei sucht den Hexer Muti auf. Muti jedoch hat zwei Auftraggeber: Außer für Toma Tomei ist er auch für dessen Widersacher Old Noah im Einsatz, der ebenfalls auf das Amt des Chief aus ist. Es scheint für beide Kunden das beste, das weiße Baby aus der Welt zu schaffen.Doch Grace ist eine kluge Frau und sie schützt den Jungen mit den Katzenaugen vor allem Übel. Wie am Ende ihr leibliches Kind - ein schwarzes Mädchen! - zu ihr findet und Toma Tomei trotzdem Chief seines Clans wird, ist eine verzwickte und überaus komische Geschichte. Meja Mwangi erzählt spannend und mit jeder Menge Situationskomik von der Verwechslung zweier Neugeborener und in einem Busch-Hospital. Liebevolle Aufmerksamkeit und große Achtung findet Meja Mwangi einmal mehr für die eigentlichen Helden der afrikanischen Gesellschaft: die Frauen.

Nganang, Patrice

Patrice Nganang, 1979 in Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun geboren, studierte in Yaoundé, Frankfurt und Berlin Literaturwissenschaft. Seit 2000 lebt er in den USA, wo er an der Universität Shippensburg, Pennsylvania als Assistant Professor für Französisch und Deutsch arbeitet. Er ist Autor von Gedichten, Prosa und literaturtheoretischen Arbeiten. Sein Roman "Temps de chien" - der erste in deutscher Übersetzung - wurde 2001 mit dem renommierten "Prix Marguerite Yourcenar" und 2002 mit dem "Grand Prix de la Littérature Africaine", dem wichtigsten Literaturpreis Afrikas, ausgezeichnet.

Preise und Auszeichnungen:

Prix Marguerite Yourcenar 2001
Grand Prix de la Littérature Africaine 2002

"Zeit der Pflaumen"

Roman

Aus d. Franz. v. Gudrun u. Otto Honke

Gebunden, 440 S., € 26,00

 

 

Der Roman "Zeit der Pflaumen" setzt im August 1940 ein, als für Kamerun der Zweite Weltkrieg beginnt. Als sein Beben das Land im Zentrum Afrikas erschüttert und das Leben der Menschen tiefgreifend verändert.An verschiedenen Schauplätzen verfolgt der Roman das turbulente Schicksal der Bewohner des Dorfes Edea im Süden Kameruns. Da ist zum einen die abenteuerlich-absurde Geschichte von vier jungen Männern, die sich als Soldaten von der französischen Armee anwerben lassen und im Wüstenkrieg gegen Italiener und Deutsche als Kanonenfutter verheizt werden. Zum anderen das wechselhafte Schicksal dreier Freunde, ihrer Frauen und Familien, deren Alltag heimgesucht wird von Gewalt und Verlust und in dem doch auch fortlebt, was immer war: Lebenslust, Erotik, Freundschaft und das Weiterspinnen der eigenen Träume.Wie die Menschen von Edea hineingeraten in die Ereignisse des Krieges und wie sie im Verborgenen ihre Ideen von Protest und Unabhängigkeit vorantreiben, erzählt Patrice Nganang mit grimmigem Humor und in einer burlesken und bilderreichen Sprache, die in ihrer Meisterschaft dem großen literarischen Vorbild Ahmadou Kourouma nahekommt.

Hundezeiten

Roman

Aus d. Französ. v. Gudrun u. Otto Honke

Gebunden, 292 S., € 19,90

 

 

Eine Kneipe in der Hauptstadt Yaoundé – der Wirt, sein Hund, die illustre Kundschaft – bilden den Mikrokosmos, der trefflich für das Ganze steht: das Leben im heutigen Kamerun. Es ist der Hund Mboudjak, der hier erzählt und neben den äußeren Ereignissen – den kleinen Freuden und großen Problemen, neben wirtschaftlichem Niedergang, Politik und Gewalt – findet der denkende Vierbeiner jede Menge Grundsätzliches (und Komisches) zu der Frage: Was ist der Mensch?

Ondjaki

Ondjaki, geboren 1977 in Luanda, Angola, ist Autor zahlreicher Romane, Lyrikbände und Kinder- und Jugendbücher. Sein Werk wurde bereits in mehrere Sprachen übersetzt und mit Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter der angesehene Jabuti-Preis und der Saramago-Preis für den vorliegenden Roman. Für das Africa39-Projekt wurde Ondjaki unter die herausragenden 39 afrikanischen Schriftsteller unter 40 Jahren gewählt. »Die Durchsichtigen« ist nach »Bom dia camaradas« der zweite ins Deutsche übersetzte Roman des Autors. Ondjaki lebt heute in Rio de Janeiro.

"Die Durchsichtigen"
von Ondjaki
Gebunden, Roman. 348 S, €24,80

 

 

 

 

Mitten im Zentrum der angolanischen Hauptstadt Luanda steht das Maianga-Gebäude, ein heruntergekommenes Hochhaus, an einem riesigen Loch in der Außenwand zu erkennen. Im ersten Stock strömt pausenlos frisches Wasser aus maroden Leitungen. Es ist ein Ort der Magie, Treffpunkt der Hausbewohner, Straßenhändlerinnen, Journalisten, Tagediebe. Auf dem Dach wird ein illegales Kino betrieben, das bisweilen ganz ohne Leinwand auskommt. Korrupte Beamte, ein Hahn namens Camões und ein Briefträger, der seine Briefe meist selber schreibt, gehen ein und aus, sogar ein leibhaftiger Minister taucht plötzlich auf - rein privat selbstverständlich. Im Untergrund von Luanda wird derweil nach Erdöl gebohrt, Gerüchte um eine ominöse Erschließungsgesellschaft machen die Runde, Politiker wittern das große Geld, während Angola sich auf eine weltweit beachtete Sonnenfinsternis vorbereitet, die in letzter Sekunde von der Regierung schlicht abgesagt wird. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und Luanda brennt.
Die Durchsichtigen ist eine poetische Satire auf das postkoloniale, postsozialistische, real existierende Angola, eine augenzwinkernde Liebeserklärung an die Bewohner Luandas.

Ameera Patel, geboren in Johannesburg, studierte Schauspiel an der University of Kapstadt und Creative Writing an der Wits/Johannesburg. Sie arbeitet als Schauspielerin für Theater und Fernsehen und schreibt und performt Gedichte. Als Autorin von Theaterstücken wurde sie mehrfach ausgezeichnet. „Outside the lines" ist Ameera Patels Romandebüt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Johannesburg.

"Outside the lines"

Roman

Patel, Ameera

Gebunden, 264 S., € 24,00

 

Noch immer leben die Josephs im reichen Norden von Johannesburg in ihrem noblen Haus. Doch alle spüren deutlich: die guten Zeiten der Familie sind vorbei. Seit dem Tod von Franks Frau, der Mutter von Cathleen und James, fällt auseinander, was sie zusammengehalten hat.

Daran kann auch Flora nichts ändern die charakterfeste und warmherzige Haushälterin der Josephs. Sie hat versucht, den Verlust aufzufangen, doch Cathleen ist ihrem Einfluss längst entglitten. Das Mädchen treibt durch die Bars der Stadt, immer auf Koks. Ihr Vater ahnt nichts davon, er steckt allzu tief in eigenen Problemen.
Jetzt ist auch Flora in Aufruhr. Sie, Mutter eines fast erwachsenen Sohnes, hat sich verliebt in den stummen Runyararo, einen Simbabwer, der als Handwerker im Haus arbeitet. Doch als Cathleen gekidnappt und das Haus ausgeraubt wird, gerät alles ins Wanken und Flora muss das Leben ihrer eigenen Familie in neue Bahnen lenken.

Ameera Patel erzählt eine Geschichte zwischen Familiendrama und Thriller aus der Perspektive von fünf Personen verschiedener Generationen und sozialer Gruppen. Damit lotet sie ihre Figuren geschickt bis in die Tiefe aus und zeichnet ein vitales Bild der Gesellschaft Südafrikas.

Kommen Sie vorbei!

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